Bremsmanöver VW schiebt Elektroauto-Strategie nach hinten

Von Handelsblatt 1 min Lesedauer

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Zwei neue ID-Modelle von Volkswagen sollen nicht wie geplant vom Band laufen, berichten Insider respektive das Handelsblatt. Der Druck wachse und damit auch der Zwang zum Sparen.

Volkswagen hat, wie das Handelsblatt berichtet und dabei auf Insider verweist, die Einführung seiner Elektromodelle deutlich nach hinten geschoben. Außerdem gibt es Änderungen zum Bauort des kompakten ID.3 (im Bild) und zur Verlagerung des Golfs mit Verbrennungsmotor.(Bild:  Volkswagen)
Volkswagen hat, wie das Handelsblatt berichtet und dabei auf Insider verweist, die Einführung seiner Elektromodelle deutlich nach hinten geschoben. Außerdem gibt es Änderungen zum Bauort des kompakten ID.3 (im Bild) und zur Verlagerung des Golfs mit Verbrennungsmotor.
(Bild: Volkswagen)

Im Volkswagen-Konzern werde sich die Einführung wichtiger Fahrzeugmodelle verzögern, heißt es. Wie das Handelsblatt von fünf mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfuhr, soll die Produktion der Elektromodelle ID.Roc und ID.Golf erst ab 2030 anlaufen und nicht bereits in zwei Jahren. Als Grund für diese Entscheidung führen die Wolfsburger den hohen Kostendruck an, weil weniger Elektroautos als geplant verkauft werden und auch noch ungeklärte Fragen zur Produktion bestehen, wie es weiter heißt. Die Verschiebung wirke sich auch auf die Auslastung der VW-Werke aus. So soll der ikonische Verbrenner-Golf als Bestseller auch später als geplant vom Stammwerk Wolfsburg nach Mexiko verlagert werden, wohin man vor Jahrzehnten schon den berühmten Käfer verlagert hatte.

Wolfsburg wird erst 2028 Stromer bauen

Zugleich soll der kompakte E-Typ ID.3 erst mal von Zwickau aus auf die Straße kommen und nicht wie ursprünglich vorgesehen schon 2027 im Stammwerk gefertigt werden. Damit dürfte Wolfsburg, immerhin die größte Autofabrik der Welt, frühestens 2028 das Thema Bau von Elektroautos in Angriff nehmen. Von Konzern und Marke kamen zu diesen Informationen bisher keine Stellungnahmen. Beschlossen wird das Ganze sowieso erst in der aktuellen Planungsrunde von VW, wie es immer wahr. Dabei legt der Aufsichtsrat – traditionell im November – außer den Belegungsplan für die weltweit 115 VW-Werke auch die Finanzplanung für die kommenden fünf Jahre fest. Doch der Zeitpunkt für dieses Treffen wackle derzeit intern durchaus deutlich. Das sickerte zumindest auf Nachfrage durch.

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