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Die Entwicklung der Mess- und Prüftechnik Von der Messlatte zur Inline-Qualitätskontrolle

| Autor/ Redakteur: Annedore Munde / Jürgen Schreier

Bereits im alten Ägypten sind Anfänge der der Messtechnik zu erkennen. Dort verwendete man zur Längenmessung Seile mit Knotenmarkierungen, hölzerne Messlatten und Maßstäbe aus Stein. Mit der aufkommenden Massenproduktion und Serienfertigung von Werkstücken im 19. Jahrhundert wurden präzise Messgeräte unabdingbar. Heute steht die Qualitätssicherung im Mittelpunkt.

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Zerstörungsfreie Messung: Die Anlage „Tomolibri“, bestehend aus einem Computertomographen und einem Oberflächenscanner. Beide Systeme liefern Daten im gleichen Bezugssystem.
Zerstörungsfreie Messung: Die Anlage „Tomolibri“, bestehend aus einem Computertomographen und einem Oberflächenscanner. Beide Systeme liefern Daten im gleichen Bezugssystem.
(Bild: Fraunhofer-Allianz Vision)

Das Ziel einer jeden Messung ist es, als verlässliche Aussage ein Messergebnis zu erhalten über eine unbekannte Größe eines Objekts. Unter Messtechnik versteht man heute die Gesamtheit der Verfahren und Geräte zum experimentellen Bestimmen (Messen) und Verarbeiten zahlenmäßig erfassbarer Größen in Wissenschaft und Technik. Die Grundlage der Messtechnik ist dabei die Bestimmung von Basisgrößen, wie Länge, Masse, Zeit und Temperatur (Absolut- oder Fundamentalmessung).

Menschen wollten quantitative Aussage für verschiedene Sachverhalte

Daraus leiten sich für den Bereich der Messtechnik vielfältige Aufgaben ab. Das sind beispielsweise Kontrollfunktionen aller Art, insbesondere die Überprüfung der Einhaltung von Maßtoleranzen in der Fertigungstechnik, die Verbrauchszählung in der Energietechnik (zum Beispiel von Wasser, Strom und Gas) sowie im Rahmen der Steuer- und Regelungstechnik die Überwachung und Steuerung technischer Prozesse durch die Regelung nach Messwerten.

All das ist heute in allen Bereichen der Industrie und Gesellschaft gängige Praxis. Doch bereits im antiken Ägypten sind Anfänge der der Messtechnik zu erkennen. Hier verwendete man zu Längenmessung Seile mit Knotenmarkierungen, hölzerne Messlatten und Maßstäbe aus Stein. Die wachsenden Anforderungen an die Messgenauigkeit führten später zur Entwicklung spezieller Längenmessgeräte. Der Messschieber mit Noniusskala wurde 1631 durch den französischen Mathematiker Pierre Vernier eingeführt. Mit deren Hilfe konnten Längen- und Winkelmessungen genauer als vorher durchgeführt werden.

Massenproduktion erfordert präzise Messgeräte

Mit der aufkommenden Massenproduktion und Serienfertigung von Werkstücken im 19. Jahrhundert war die Entwicklung von Messgeräten verbunden, welche ein ausreichend genaues Messen in der Werkstatt ermöglichten. Dazu gehören die Messschrauben, die den Messwert mit einer Längs- und einer Kreisskala anzeigen. Bis ins 19. Jahrhundert wurden Längeneinheiten noch auf den menschlichen Körper bezogen, so wurde zum Beispiel mit Fuß, Elle oder Schritt abgemessen.

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