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Woma Warum der Umgang mit Ultrahochdruck-Technik Respekt verdient

| Autor / Redakteur: Mareike Wand-Quassowski / M.A. Frauke Finus

Bohrinseln reinigen, Stahlprofile schneiden, Schiffsrümpfe in Werften entlockend: Die Anwendungsgebiete für Höchstdruck-Technik sind sehr vielfältig, ebenso wie die am Markt erhältlichen Pumpen, Systeme und Wasserwerkzeuge, die Betriebsdrücke zwischen 250 und 4000 bar umfassen. Doch so vielfältig wie die Einsatzbereiche dieser Technik sind auch ihre Gefahren. Zahlreiche Unfälle jedes Jahr belegen, dass das Thema Sicherheit im Handling solcher Hochleistungsmaschinen immer wieder ins Hintertreffen gerät.

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Manipulatoren wie der Jetty von Woma ermöglichen eine Fernsteuerung des Höchstdruckgeräts außerhalb der Gefahrenzone.
Manipulatoren wie der Jetty von Woma ermöglichen eine Fernsteuerung des Höchstdruckgeräts außerhalb der Gefahrenzone.
(Bild: Woma)

Der unsachgemäße Einsatz von Ultrahochdruck-Technik kann schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Die folgende Auflistung gibt einen Überblick über die wichtigsten Gefahrenquellen:

1. Der Wasserstrahl, der aus der Lanze oder Pistole austritt, hat eine extrem hohe Geschwindigkeit. Wird er auf Menschen gerichtet, kann dies zu lebensgefährlichen Verletzungen führen. Entscheidend ist hier nicht nur der Betriebsdruck; da das Wasser nicht steril ist, heilen Wunden nur sehr langsam, unter Umständen müssen Körperteile mit verletztem Gewebe sogar amputiert werden.

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2. Hochdruckgeräte mit Verbrennungsmotor stoßen giftige Abgase aus und dürfen nur im Freien oder mit einer Abgasableitung betrieben werden.

3. Die verwendete Technik muss vom Hersteller oder anderen autorisierten Personen zusammengestellt sein – nicht kompatible Schläuche, Düsen oder anderes Zubehör können eine Gefahrenquelle darstellen.

4. Das Arbeitsumfeld muss möglichst gefahrenfrei gestaltet sein. Stolperfallen oder das versehentliche Betreten des Arbeitsumfelds durch Dritte sind zu vermeiden.

5. Ultrahochdruck-Technik muss – wie jede Technik – regelmäßig geprüft und gewartet werden, damit Schläuche, Dichtungen und andere Komponenten voll funktionsfähig bleiben und keine Fehlfunktionen auftreten.

6. Der Anwender selbst muss bestmöglich geschützt sein – eine Persönliche Schutzausrüstung (PSA) ist daher Pflicht.

7. Neben diesen generellen Risiken gibt es Einsatzfelder, bei denen weitere Herausforderungen bestehen – zum Beispiel bei der Dekontamination von Atomkraftwerken und bei Reinigungsaufgaben in der chemischen und petrochemischen Industrie.

Sicherheit zählt: Die richtige Vorbereitung

Wer mit Ultrahochdruck-Technik arbeitet – ganz gleich, ob es sich um ein Modell mit 250 oder 4000 bar handelt – sollte vor der Inbetriebnahme die Bedienungsanleitung sorgfältig lesen und die darin enthaltenen Hinweise beachten. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Arbeiter körperlich fit sind und regelmäßig geschult werden. In der Arbeitsvorbereitung sollte sichergestellt werden, dass elektrisch betriebene Geräte prinzipiell nur an Spannungsquellen mit Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) angeschlossen werden.

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