Zerspanung

Werkzeuge für Windkraftanlagen müssen prozesssicher arbeiten

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Zum einen konnten mit dem Bohrsystem wesentlich höhere Vorschubwerte gefahren werden. Daraus resultierte eine um 33% schnellere Bearbeitung. Zum anderen konnte die Standmenge des Wettbewerbs (750 Bohrungen pro Bohrkopf) um 280 Bohrungen pro Bohrkopf übertroffen werden. Somit war auch eine höhere Prozesssicherheit pro Bauteil gewährleistet.

Wendeplattensystem zeichnet sich durch hohe Prozesssicherheit aus

Wenn es der Durchmesser zulässt, verwendet man zum Herstellen der Gewindebohrungen vorzugsweise einen Gewindefräser mit auswechselbaren Kammschneideinsätzen, zum Beispiel den Millthread. Größere Gewinde können mit diesem System helical in die Gewindebohrung gefräst werden.

Der Vorteil gegenüber einem Vollhartmetallfräser liegt im günstigeren Preis. Kostenintensives Hartmetall wird nur verwendet, wenn es nicht anders geht. Ein weiterer Vorzug des Wendeplattensystems ist die höhere Prozesssicherheit aufgrund des unempfindlicheren Stahlschaftes.

Wenn Vollhartmetall erforderlich ist, hat Iscar den Solidthread-Gewindefräser im Programm. Dieser hat weniger, aber dafür ausgeprägtere Spannuten sowie eine Freilegung vom Schnittbereich zum Schaft hin. Somit ist deutlich mehr Raum für einen problemlosen Abtransport der Späne.

Werkzeug-Updates können die Produktivität verdoppeln

Häufig werden Sonderwerkzeuge für die Fertigung von Windkraftbauteilen benötigt, zum Beispiel für die großen Bohrungsdurchmesser, die Verzahnung des Schneckenantriebs, die Präzisionsnuten an den GFK-Rotorblättern oder die besonders tiefen Gewindebohrungen. Es ist ein entscheidender Vorteil, sich für einen Komplettlieferanten zu entscheiden, anstatt jedes Sonderwerkzeug von einem anderen spezialisierten Lieferanten zu beschaffen.

Vor allem, wenn man mit einem schnell wachsenden Markt Schritt halten möchte, benötigt man als Hersteller von Bauteilen für Windkraftanlagen eine zuverlässige Lieferquelle. Zudem ist es durchaus möglich, dass der Systemlieferant bereits ähnliche Sonderwerkzeuge für einen anderen Kunden fertigt. Auf diese Weise nutzt man gewachsenes Know-how, spart Geld und verringert Risiken.

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