Automation Wie sich das Automatisieren auch bei fünf Achsen lohnt

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Wegen kleiner Losgrößen und hoher Variantenvielfalt wird die 5-Achs-Bearbeitung noch relativ selten automatisiert. Faktoren wie Arbeitskosten und Produktivität lassen die Hemmnisse allerdings zusehends sinken. Hinzu kommen neue Maschinengeneration mit maßgeschneiderten Lösungen.

Die CV5-500 lässt sich problemlos mit einer Vielzahl an Automationslösungen kombinieren und kann u. a. mit Seitenbeladetür und Roboterarm ausgestattet werden.
Die CV5-500 lässt sich problemlos mit einer Vielzahl an Automationslösungen kombinieren und kann u. a. mit Seitenbeladetür und Roboterarm ausgestattet werden.
(Bild: Mazak)

Einer der wichtigsten Treiber bei der Entwicklung von 5-Achs-Automationslösungen ist die mannlose Fertigung. Die Maschinenlaufzeit von acht Stunden auf bis zu 24 Stunden pro Tag auszuweiten, bietet enormes Steigerungspotenzial, sowohl im Hinblick auf die Werksauslastung als auch auf Produktivität und Rentabilität.

Aus einem Achtstundentag mit 240 produktiven Tagen im Jahr ergeben sich 1.920 Stunden an nutzbarer Zerspanungszeit. Wenn eine Maschine stattdessen an den gleichen Produktionstagen 16 Stunden lang betrieben wird, lässt sich ihre Kapazität mit 3.840 Betriebsstunden bereits verdoppeln. Mit einem Automatisierungssystem, das den Maschinenbetrieb auch in die sozial unverträglichen Stunden hinein auf 24 Betriebsstunden am Tag sowie auf die Wochenenden und Urlaubszeiten auszuweiten kann, lässt sich die Auslastung sogar auf 8.760 Produktionsstunden pro Jahr erhöhen – das entspricht einer Vervierfachung der Maschinenkapazität.