Gewichtseinsparung bei Spritzgussteilen 3M und Trexel revolutionieren den Leichtbau von Kunststoffen

Autor / Redakteur: Luca Meister / Stéphane Itasse

Um den steigenden Anforderungen der Industrie im Leichtbau gerecht zu werden, stellen die Unternehmen 3M und Trexel mit der Kombination ihrer Technik eine revolutionäre Möglichkeit vor, eine um 20 % geringere Dichte in Kunststoffteilen zu erreichen – bei gleich bleibenden mechanischen Eigenschaften. Es erlaubt Herstellern gleichzeitig Verbesserungen hinsichtlich Formstabilität, Prozessdurchlaufzeiten sowie Nachhaltigkeit.

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Hyundai-Mittelkonsole, hergestellt aus mit 3M-Glass-Bubbles gefülltem Polypropylen.
Hyundai-Mittelkonsole, hergestellt aus mit 3M-Glass-Bubbles gefülltem Polypropylen.
(Bild: 3M)

Dies stellt einen der weltweit größten Fortschritte im Bereich Leichtbau von Kunststoffen dar und ist insbesondere für die Transportindustrie und Automobilbranche von immenser Bedeutung. Denn angesichts immer strengerer Auflagen in puncto Treibstoffverbrauch und CO2-Einsparungen wird die Senkung des Fahrzeuggesamtgewichts zunehmend zum Schlüsselfaktor.

Unternehmen erzielen richtungsweisende Ergebnisse beim Leichtbau

3M, Hersteller von hoch stabilen Glashohlkugeln, und Trexel Inc., alleiniger Anbieter des Mikrozellularen Schaumspritzgussverfahrens „Mucell“, haben durch die Kombination der „IM16K“-Glashohlkugeln von 3M mit der Mucell-Schäumtechnik der Firma Trexel, richtungsweisende Ergebnisse in verschiedensten Polymeren erzielt.

„Durch diese Marketing-Zusammenarbeit zwischen Trexel und 3M werden die Karten in der Kunststoff-Industrie völlig neu gemischt – vor allem in der Automobilbranche“, erklärt Steve Braig, President und Chief Executive Officer von Trexel. „Es ist eine große Herausforderung, das Gewicht der Kunststoffteile zu reduzieren, ohne deren Festigkeit, Strapazierfähigkeit oder Funktion zu beeinträchtigen. Dieser Ansatz ermöglicht es Kunden, ihre Prozesse zu beschleunigen und das Gewicht ihrer Bauteile bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Teileeigenschaften erheblich zu reduzieren.“

Signifikante Auswirkungen auf das Gewicht

Angaben von Trexel und 3M zufolge kann die Kombination der beiden Techniken in beliebigen Anlagen der Kunststoffindustrie auf der ganzen Welt repliziert werden und in Formteilen im Motorinnenraum, im Fahrzeuginnenraum, an der Karosserie oder anderen Bereichen zum Einsatz kommen. Bedeutende Gewichtseinsparungen lassen sich dabei in einer Vielzahl von Thermoplasten erzielen, darunter in gefülltem Polyamid und gefülltem Polypropylen, sagte Braig weiter. Dies ist insbesondere für die Automobilbranche von Bedeutung, da bei der großen Anzahl an Einbauteilen, je nach Modell, bereits geringe Gewichtsreduktionen signifikante Auswirkungen erzielen. So sind Hersteller hinsichtlich aller Bereiche eines Fahrzeuges kontinuierlich auf der Suche nach potenziellen Gewichtseinsparungen - von der kleinsten Befestigungsklammer bis hin zum Motor.

„Für sich allein genommen können die Glashohlkugeln von 3M oder die Mucell-Schäumtechnik von Trexel bei gleich bleibenden mechanischen und physikalischen Eigenschaften eine Gewichtsreduzierung von acht bis zehn % erzielen“, erklärt Doug Rowen, Global Business Director für die Abteilung Glass Bubbles bei 3M. „Zusammen genommen ergänzen sich die beiden Technologien und führen zu einer immensen Gewichtsreduktion, Senkung von Durchlaufzeiten und verbesserter Formstabilität der Teile.“

Bis zu um 15 bis 25 % sinkende Durchlaufzeiten

Eine Kombination der Technologien von 3M und Trexel bietet noch weitere Vorzüge, darunter ein niedrigerer Forminnendruck, der zu einer Senkung der benötigten Schließkraft, einem Wegfall von Einfallstellen und durch den geringeren Einsatz von petrochemischen Produkten zu erhöhter Nachhaltigkeit führt.

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