Start-up-Erfolg Aluminumbeschichtete Glas- und Basaltfasern schirmen besser ab!

Redakteur: Peter Königsreuther

Fibrecoat ist ein Neuling, und zwar ein preisgekrönter, wenn es um die Herstellung elektromagnetisch abschirmender Faserprodukte geht. Amac setzt darauf! Bald kommen die ersten Produkte in den Markt.

Firmen zum Thema

Das Produkt Alucoat ist ab Januar erhältlich! Aluminiumbeschichtete Glas- oder Basaltfasern als Multifilamentgarn, Gewebe und Vlies, die zur elektromagnetischen Abschirmung im Automobilbau dienen.
Das Produkt Alucoat ist ab Januar erhältlich! Aluminiumbeschichtete Glas- oder Basaltfasern als Multifilamentgarn, Gewebe und Vlies, die zur elektromagnetischen Abschirmung im Automobilbau dienen.
(Bild: Amac / Fibrecoat)

Gemeinsam gehen beide die Markteinführung ihrer Produkte an sowie die globale Geschäftsentwicklung. Fibrecoat ist ein Spin-off der RWTH Aachen, das multifilamentbeschichtete Garne, Gewebe und Verbundwerkstoffe auf der Basis von Glas- oder Basaltfasern entwickelt. Dr. Michael Effing, Geschäftsführer der Amac betont: „Fibrecoat ist ein vielversprechender Newcomer im Bereich elektromagnetische Abschirmung und Composites. Die Innovationen sind sehr kosteneffizient und deshalb für die E-Mobilität oder die Telekommunikation interessant.“

Fibrecoat hat bereits mehrere internationale Auszeichnungen erhalten, darunter zuletzt den Berliner „Falling walls venture“ in der Kategorie „fortschrittliche Materialien“ für die innovativen, im Vergleich zu Stahl- und Aluminium günstigeren, mit Thermoplast beschichteten Glasfasern zur Herstellung von Composites. Fibrecoat entwickelt metallbeschichtete Fasern wie 2-Komponenten-Multifilament-Garne mit Basaltkern und Aluminiumbeschichtung, die für eine EMI-Abschirmung und Kühlkörper in Batteriegehäusen verwendet werden sowie als elektrische Ableiter in Filtern, zur Verstärkung von Aluminiumgussteilen oder in leitfähigen Garne in smarten Textilien ihren Dienst tun.

Ein in vieler Hinsicht einmaliges Produkt steht bald zur Verfügung:

Und jetzt bringt Fibrecoat das neue Produkt Alucoat auf den Markt, heißt es. Dabei handelt es sich um eine aluminiumbeschichtete Glas- oder Basaltfaser, die sich als elektromagnetisches Abschirmmaterial in Automobilanwendungen bezüglich Radar, Antennen oder für das autonome Fahren eignet, so Fibrecoat. Auch soll es für Mobiltelefone und Anwendungen in Gebäuden nützlich sein.

Aufgrund der sehr guten Wärmeleitfähigkeit und der damit im Vergleich zu üblichen Verbundwerkstoffen besseren Wärmeübertragung wird sie als ideales Material für Autobatterieschalen oder für industrielle Anwendungen wie Feinstaub-Luftfilter.

Die faserigen Möglichmacher sind bald erhältlich

Ab dem 1. Januar 2021 ist Alucoat als Garn, Gewebe oder Vliesstoff mit einer breiten Palette möglicher Titer und Flächengewichte erhältlich, informiert Fibrecoat. Das Material hat eine elektrische Leitfähigkeit von 100 Ωm und hält eine

Arbeitstemperatur von mindestens 400 °C aus. Darüber hinaus könne es für die Abschirmung von niedrigen bis hohen Frequenzen mit einer Wirksamkeit von 80 bis 120 dB eingesetzt werden.

Dr. Robert Brüll, Geschäftsführer der Fibrecoat GmbH, betont: „Alucoat ist das weltweit erste Produkt auf dem Markt, bei dem jedes einzelne Filament während des Spinnprozesses gleichmäßig beschichtet wird. Deshalb übertrifft es alle bisherigen Produkte in seiner Abschirmungs- und Wärmeleitfähigkeit bei gleichzeitig deutlich geringerem Preis.“

Darüber hinaus arbeite Fibrecoat an einer weiteren Premiere, die aus einer mehrfadigen Glasfaser bestehen werde und mit Polypropylen (PP) beschichtet sei. Wenn alles gu geht, wird man diese Innovation im Rahmen der JEC 2021 auf den Markt bringen. Sie soll hauptsächlich für Automobil- aber auch Industrieanwendungen zum Einsatz kommen.

(ID:47011906)