Neuer Mindestlohn Arbeitgeber müssen bei Minijobbern die Stunden checken

Redakteur: Melanie Krauß

Ab heute steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 9,60 Euro pro Stunde. Was Arbeitgeber jetzt bei ihren Minijobbern beachten müssen, erklärt Steuerberaterin Julia Schütz von Ecovis.

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Zum 1.7.2021 ist der Mindestlohn gestiegen. Dies wirkt sich auch auf die maximale Stundenzahl aus, die Minijobber arbeiten dürfen.
Zum 1.7.2021 ist der Mindestlohn gestiegen. Dies wirkt sich auch auf die maximale Stundenzahl aus, die Minijobber arbeiten dürfen.
(Bild: ©Tatjana Balzer - stock.adobe.com)

Zum 1.7.2021 ist der gesetzliche Mindestlohn von 9,50 Euro auf 9,60 Euro pro Stunde gestiegen. Bei Minijobs müssen Arbeitgeber nun besonders auf die maximal mögliche monatliche Stundenzahl achten. Bis zum 30.6.2021 dürfen Minijobber noch 47,3 Stunden pro Monat arbeiten, ohne dass sie die 450-Euro-Grenze überschreiten (9,50 Euro x 47,3 Stunden = 449,35 Euro). Ab dem 1.7.2021 können Arbeitgeber aufgrund des höheren Mindestlohns nur noch maximal 46,8 Stunden/Monat (9,60 Euro x 46,8 Stunden = 449,28 Euro) vereinbaren.

„Wir empfehlen, immer volle Stunden mit dem Minijobber zu vereinbaren. Derzeit maximal 46 Stunden pro Monat“, rät Ecovis-Steuerberaterin Julia Schütz. „Das ist praktikabler und senkt das Risiko, dass das Gehalt unter den Mindestlohn sinkt.“

Um so viel steigt der Mindestlohn im nächsten Jahr

Bei der Erhöhung des Mindestlohns auf 9.60 Euro die Stunde bleibt es nur bis Ende 2021. Die nächste Erhöhung zum 1.1.2022 auf 9,82 Euro steht bereits fest. Und ab dem 1.7.2022 gilt die nächste Erhöhung: Dann steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 10,45 Euro pro Stunde.

Sachleistungen lassen sich nicht zum Mindestlohn dazurechnen

Das Bayerische Obererste Landesgericht hat noch einmal klargestellt, dass sich Sachleistungen, wie zum Beispiel die Überlassung eines Pkw, nicht auf den gesetzlichen Mindestlohn anrechnen lassen. Der Arbeitgeber muss den gesetzlichen Mindestlohn in Form von Geld zahlen. „Prüfen Sie daher genau, ob Sie den gesetzlichen Mindestlohn einhalten“, warnt Schütz. „Das Gericht hat den Unternehmer zu einem Bußgeld von 2.000 Euro verurteilt.“

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