Kommunikation Austausch zwischen Menschen und Maschinen per LTE-M

Redakteur: Simone Käfer

Vodafone hat deutschlandweit sein „Netz für Mensch und Maschine” aktiviert. Mit LTE-M sollen Menschen und Maschinen miteinander telefonieren können.

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Deutschlandweit ist das LTE-M-Netz von Vodafone zu 90 % ausgebaut.
Deutschlandweit ist das LTE-M-Netz von Vodafone zu 90 % ausgebaut.
(Bild: Valéry Kloubert, Vodafone)

Vodafone schaltet in Deutschland sein „Netz für Mensch und Maschine” frei. Firmen-Kunden können die Technologie für die Steuerung von Maschinen und Sensoren im Internet der Dinge ab sofort nutzen. „Wir bauen Mobilfunk mit vier Ebenen”, sagt Technik-Chef Gerhard Mack. Mit LTE vernetzen wir Menschen mit ihren Smartphones. Narrowband IoT ist unser Maschinennetz für Sensoren. LTE-M macht den Austausch zwischen Menschen und Maschinen möglich. Und 5G ist immer dort im Einsatz, wo der Datenaustausch in Echtzeit und riesige Bandbreiten gebraucht werden.“

LTE-M: Sprachsteuerung, Bewegung und kleine Datenmengen

LTE-M funktioniert ähnlich wie das Maschinennetz Narrowband IoT auf den niedrigen 800 MHz-Frequenzen. Diese Frequenzen bringen das Netz besonders weit ins Land hinein, tief unter die Erde oder in Industriehallen. Während Narrowband IoT für eine energiesparende M2M-Kommunikation beziehungsweise eine Kommunikaiton von Sensor zu Sensor optimiert ist, sollen per LTE-M auch Menschen mit Maschinen im Internet der Dinge kommunizieren können – über den Austausch von Daten ebenso wie über Telefonie. So könnten Mitarbeiter Maschinen per Sprachanweisungen steuern.

Narrowband IoT ist darauf ausgelegt Sensoren und Maschinen an einem festen Standort zu vernetzen. LTE-M dagegen beherrscht den sogenannten Hand-Over. Das heißt, dass Sprache und Daten bei Bewegung direkt und ohne Verzögerung von Mobilfunk-Station zu Mobilfunk-Station übergeben werden. Das ist beispielsweise für Tracking-Sensoren in der Logistik interessant.

Im Gegensatz zur neuen Mobilfunk-Generation 5G ist LTE-M speziell geeignet für den Austausch kleinerer und mittlerer Datenmengen. Die maximale Bandbreite, die diese Netz-Technologie erreicht sind 2 Megabit pro Sekunde. Für die Übertragung von vielen Sensor-Daten ist das völlig ausreichend. Die Übertragung riesiger Datenmengen – zum Beispiel bei Augmented Reality – ist hingegen mit LTE-M nicht möglich.

Welches Netz sich für welche Anwendung eignet.
Welches Netz sich für welche Anwendung eignet.
(Bild: Vodafone)

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