Fräsen

Beim Weichschruppen 3o Stunden sparen

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Fast-Hochglanz bei extremer Genauigkeit

Eine besondere Herausforderung bei diesem Projekt stellte die Herstellung der Facetten dar. Vorgaben des Kunden waren nahezu spiegelnde Oberflächen sowie eine extrem hohe Genauigkeit. Denn Abweichungen in der Geometrie beeinträchtigen die Lichtstreuung. Deshalb durfte in den Bereichen, wo das Licht umgelenkt wird, keine manuelle Bearbeitung stattfinden. Also auch kein Polieren. Color Metal hatte sich deshalb entschieden, die Facetten zu fräsen. Das Erzeugen von Hochglanzoberflächen in hartem Stahl erfordert stets hohe Drehzahlen und Vorschubwerte, wobei für die Oberflächenqualität die seitliche Zustellung entscheidend ist.

Der Knackpunkt bei den bisher von uns verwendeten VHM-Kugelfräsern war der extrem hohe Werkzeugverschleiß sowie die nicht immer stringente Oberflächenqualität.

Anton Jabs, Fertigungsleiter Color Metal

Deshalb sollten hier nun die nanobeschichteten Kugelfräser vom Typ EPDBEH-TH3 zum Einsatz kommen. Das Besondere: Die beiden Schneiden dieser Neuentwicklung haben jeweils einen zweistufigen Freiwinkel. Dabei stoppt der erste Freiwinkel den Verschleißfortschritt. Dieser von Moldino ‚Double Face‘ genannte Effekt verbessert die Konturtreue unter Verschleiß. Deshalb wird in harten und hochharten Stählen nicht nur ein Vielfaches an Standzeiten erreicht, sondern auch äußerst hohe Genauigkeiten.

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Ausgewählt wurde ein Durchmesser von 0,4 Millimeter, genauer gesagt der EPDBEH-2004-1.5-TH3. Geschlichtet wurde mit unverändertem Seitenstep, dafür mit höherer Drehzahl und mehr Vorschub. Und das Ergebnis war mehr als überzeugend. Nach rund 150 Stunden waren alle Facetten der insgesamt acht Werkzeugeinsätze auf Endmaß bearbeitet. Mit gleichmäßiger Fast-Hochglanzoberfläche und exakt maßhaltig.

Für den gesamten Finish-Vorgang haben wir statt acht Werkzeugen jetzt nur noch vier Kugeln benötigt, wobei beim Fräser Nummer vier noch kein Verschleiß erkennbar war.

Anton Jabs, Fertigungsleiter Color Metal

Um die Vorteile von neuen Werkzeugen und Bearbeitungsstrategien für den Kunden voll ausschöpfen zu können, geht Gentile stets nach der von Moldino speziell für den Fräsbereich entwickelten Production50-Methode (P50) vor. So auch bei diesem Projekt bei Color Metal, wo P50 seit Jahren etabliert ist und bei allen Anwendungen zum Einsatz kommt. Dabei geht es darum, gemeinsam mit dem Kunden die bestehenden Fräsprozesse zu analysieren, um mit diesen Erkenntnissen eine neue Perspektive auf den gesamten Fertigungsprozess zu erhalten. Wirtschaftlichkeitsberechnungen zeigen den Mehrwert einer Umstellung auf.

Dieser Mehrwert ist bei diesem Werkzeugprojekt besonders groß gewesen, ist Otmar Gutmann überzeugt. „Denn unser Ziel ist es, mit weniger Fräsern noch schneller zum gewünschten Bearbeitungsergebnis zu gelangen. So werden unsere Durchlaufzeiten noch kürzer und wir bleiben schneller als die Konkurrenz“, betont der Firmenchef.

* Theo Drechsel ist freier Journalist

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