Mit dabei sein Bosch verlagert Fokus auf humanoide Roboter und künstliche Intelligenz

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Angesichts einer Ertragskrise im klassischen Automobilgeschäft will Bosch lieber stärker auf die, wie es heißt, rasant wachsenden Zukunftsmärkte Automatisierung per KI und humanoide Robotik setzen.

Bosch verliert im normalen Geschäft bekanntlich immens an Boden. Das soll sich nun ändern, indem man sich in Richtung künstlicher Intelligenz und humanoider Robotik stärker engagiert ...(Bild:  Bosch)
Bosch verliert im normalen Geschäft bekanntlich immens an Boden. Das soll sich nun ändern, indem man sich in Richtung künstlicher Intelligenz und humanoider Robotik stärker engagiert ...
(Bild: Bosch)

Bosch steckt tief in der Krise. Erstmals seit dem Jahr 2009 musste der Konzern einen Nachsteuerverlust in Höhe von 363 Millionen Euro verbuchen, nachdem sich der Gewinn im Vorjahr bereits halbiert hatte. Das soll sich bald wieder ändern – teilweise such mit Rückendeckung aus der Politik. Denn Bosch bewegt die Zukunft – auf Rädern und mit Armen! Das jedenfalls äußerte die Bosch-Digitalchefin Tanja Rückert im Rahmen des Branchentreffs „Bosch Connected World (BCW)“ in Berlin. Und der Bosch-Konzernchef Stefan Hartung machte deutlich, dass mit dem Trend zu humanoiden Robotern (kurz auch Humanoide genannt), der Bedarf an Bosch-Know-how in dieser Hinsicht rapide ansteigt. Hartung stellte dabei in Aussicht, dieses Segment zu einem Geschäft in Milliardenhöhe entwickeln zu können. Dabei verfolgt der Zulieferer-Riese eine klare Rollenverteilung:

Bosch-MEMS-Sensoren versprechen lukrative Ergebnisse

Bosch will demnach nicht selbst als Hersteller humanoider Roboter auftreten, sondern als Partner sozusagen das Gehirn und das Nervensystem für diese Systeme beisteuern. Eine wichtige Rolle dabei spielten mikroelektromechanische Systeme (MEMS-Sensoren). Mit diesen Sensoren, in denen Bosch bereits Weltmarktführer ist, wie betont wird, bekommen Roboter einen feinen Tastsinn, um etwa empfindliches Glas von einem eher robusten Gegenstand zu unterscheiden. Es sei also ein höchst lukrativer Markt, denn auch Schätzungen zufolge soll das Marktvolumen für MEMS-Sensoren bis 2030 auf über 19,2 Milliarden Dollar anwachsen.

Eigenes Roboterunternehmen und Kooperationen bei Bosch

Um die Industrialisierung zu beschleunigen, hat der Konzern eigens die neue Einheit Robert Bosch Robotics GmbH gegründet und bündelt seine Aktivitäten für den asiatischen Markt im neuen Bosch Robotics Center China (BROC), wie es weiter heißt. Partnerschaften mit Start-ups – wie dem deutschen Unternehmen Neura Robotics, das jetzt übrigens wieder über eine Milliarde Dollar von Investoren gesammelt hat – sollen die Entwicklung kognitiver Roboter vorantreiben. Als Basis für das Training von künstlicher Intelligenz dient Bosch dabei ein in der Industrie einzigartiger Datenschatz aus weltweit über 230 eigenen Werken, wie es abschließend heißt.

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