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Dr. Geoff Small, Technical Program Manager bei Victrex: „Wir arbeiten sehr eng mit den Ingenieuren von Magma zusammen, um ein Victrex PEEK-Produkt exklusiv für Magmas Anwendungsspezifikation zu entwickeln und zu produzieren.“
Bohrungen in bis zu 4000 m Tiefe
Noch vor zehn Jahren reichte es für die Erschließung von Gas- und Ölquellen in Ozeanen und Meeren aus, dass Offshore-Betreiber in etwa 500 m Tiefe operierten. Heute beträgt die Tiefe vor der Küste Westafrikas und im Golf von Mexiko mehr als 2000 m und vor der Küste Brasiliens bis zu 3000 m.
Zukünftig wird es wohl Anforderungen geben, in Tiefen von 4000 m zu fördern. In den arktischen Gewässern vor Grönland beträgt die Tiefe 2000 m, wobei dort jedoch die extreme Kälte ganz andere Herausforderungen an die Leitungen stellt.
Unter diesen Bedingungen hält Magma übliche Rohrleitungen für nur begrenzt einsatzfähig: Zum einen sind sie oft anfällig für Korrosion und Ermüdungsversagen. Zum anderen ist die zum Erreichen dieser Tiefen erforderliche Rohrlänge so groß, dass herkömmliche Werkstoffe wie Stahl und Titan ihr Eigengewicht nicht mehr tragen können. Derzeit gelten aufwendige Hybridkonstruktionen die einzige Alternative, die abgesehen von den hohen Kosten auch noch kompliziert zu handhaben sind.
CFK-Rohre widerstandsfähiger bei niedrigen Temperaturen
m Vergleich dazu verweist Magma auf die Vorteile von CFK-Rohren im Hinblick auf die Installation und den laufenden Betrieb. Als noch wichtiger wird die Reduzierung des Ausfallrisikos angesehen: Die Notwendigkeit, Öl aus kälteren Gewässern zu fördern, sei eine besondere Herausforderung für metallische Strukturen, die bei niedrigen Temperaturen spröderes Verhalten oder eine geringere Ermüdungsbeständigkeit haben können.
Die aus Victrex PEEK gefertigten carbonfaserverstärkten Kunststoffrohre von Magma behalten dagegen ihre Leistungsfähigkeit bei Temperaturen bis hinab unter –50 ºC.
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