International China ist weiterhin Deutschlands wichtigster Handelspartner

Redakteur: Melanie Krauß

China war 2020 zum fünften Mal in Folge der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden Waren im Wert von 212,1 Mrd. Euro zwischen beiden Staaten gehandelt.

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Die meisten Importe nach Deutschland kamen 2020 aus China.
Die meisten Importe nach Deutschland kamen 2020 aus China.
(Bild: ©Mike Mareen - stock.adobe.com)

Trotz der Corona-Krise stieg der Umsatz im Außenhandel mit China damit um 3,0 % gegenüber 2019. Auf den Rängen 2 und 3 der wichtigsten Handelspartner folgten die Niederlande mit einem Außenhandelsumsatz von 172,8 Mrd. Euro (-8,7 %) und die Vereinigten Staaten mit 171,6 Mrd. Euro (-9,7 %).

China seit 2015 wichtigster Importeur

Die Bedeutung Chinas für die deutschen Importe wächst stetig: Im Jahr 1980 hatte China noch auf Rang 35 der wichtigsten Importstaaten gelegen, 1990 schon auf Rang 14. Seit 2015 ist die Volksrepublik China der Staat, aus dem die meisten Importe nach Deutschland kommen. 2020 wurden Waren im Wert von 116,3 Mrd. Euro aus China importiert. Damit stiegen die Importe um 5,6 % gegenüber 2019. Auf den Plätzen 2 und 3 der wichtigsten Importstaaten lagen 2020 die Niederlande (88,5 Mrd. Euro) und die Vereinigten Staaten (67,8 Mrd. Euro). Hier führte die Corona-Krise allerdings zu Rückgängen: Die Importe aus den Niederlanden sanken gegenüber 2019 um 9,6 % und die Importe aus den Vereinigten Staaten um 5,0 %.

Vereinigte Staaten nach wie vor wichtigster Abnehmer deutscher Exporte

Die meisten deutschen Exporte gingen im Jahr 2020 wie bereits seit 2015 in die Vereinigten Staaten, obwohl die Warenexporte dorthin gegenüber 2019 um 12,5 % auf 103,8 Mrd. Euro zurückgingen. Auf den Rängen 2 und 3 der wichtigsten Abnehmerstaaten lagen die Volksrepublik China mit 95,9 Mrd. Euro (-0,1 %) und Frankreich mit 91,1 Mrd. Euro (-14,6 %).

Die höchsten Exportüberschüsse wies Deutschland im Jahr 2020 mit den Vereinigten Staaten (36,1 Mrd. Euro), Frankreich (34,4 Mrd. Euro) und dem Vereinigten Königreich (32,2 Mrd. Euro) aus. Für die Volksrepublik China wies der Außenhandel 2020 einen Importüberschuss aus: Insgesamt überstieg der Wert der aus China importierten Waren den Wert der dorthin exportierten Waren um 20,4 Mrd. Euro.

Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse wichtigste Importgüter

Importseitig waren im Jahr 2020 Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse mit 114,1 Mrd. (-3,8 % gegenüber 2019) die wichtigsten Handelsgüter für Deutschland. Durch den starken Rückgang der Importe von Kraftwagen und Kraftwagenteilen auf einen Wert von 109,8 Mrd. Euro (-14,5 %) lagen diese Güter nur noch auf Platz 2 in der Rangfolge der wichtigsten Importgüter, gefolgt von chemischen Erzeugnissen im Wert von 79,2 Mrd. Euro (-8,7 %) auf Platz 3.

Kraftwagen und Kraftwagenteile trotz starkem Rückgang wichtigstes Exportgut

Die wichtigsten Exportgüter Deutschlands waren im Jahr 2020 zum elften Mal in Folge Kraftwagen und Kraftwagenteile. Allerdings führte die Corona-Krise hier zu einem außerordentlich starken Rückgang. So wurden 2020 nach vorläufigen Ergebnissen Kraftwagen und Kraftwagenteile im Wert von 186,7 Mrd. Euro aus Deutschland exportiert. Das waren 16,9 % weniger als 2019. Auf den Rängen 2 und 3 der wichtigsten Exportgüter folgten Maschinen mit einem Wert von 174,1 Mrd. Euro (-11,4 %) und chemische Erzeugnisse im Wert von 111,1 Mrd. Euro (-6,3 %).

Die höchsten Exportüberschüsse wies Deutschland im Jahr 2020 bei den Maschinen (96,1 Mrd. Euro), den Kraftwagen und Kraftwagenteilen (76,9 Mrd. Euro) und den chemischen Erzeugnissen (31,9 Mrd. Euro) aus. Mehr Waren importiert als exportiert wurden vor allem bei Erdöl und Erdgas mit einem Importüberschuss von 36,5 Mrd. Euro sowie bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen (20,8 Mrd. Euro).

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