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Steuerungstechnik

CNC-Plattform Sinumerik feiert 50-jähriges Jubiläum

| Redakteur: Jürgen Schreier

Mit der Sinumerik brachte Siemens 1960 die weltweit erste industrietaugliche NC-(Numerical-Control)-Steuerung auf den Markt und erhöhte damit Produktivität und Flexibilität von Fertigungsprozessen. Heutzutage vernetzen Kunden mit Sinumerik alle Bereiche ihres Produktionsbetriebs, um Daten von der Entwicklung über die Konstruktion bis hin zur Fertigung an der CNC-gesteuerten Maschine auszutauschen.

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Die neue Systemplattform Sinumerik Solution Line für CNC-Anwendungen besteht aus den Linien Sinumerik 840D sl und 802D sl als antriebsbasierte CNC-Steuerung sowie Sinumerik 840Di sl als PC-basierte Variante. Je nach Anwendung können Hard- und Software unabhängig voneinander skaliert werden. Bild: Siemens
Die neue Systemplattform Sinumerik Solution Line für CNC-Anwendungen besteht aus den Linien Sinumerik 840D sl und 802D sl als antriebsbasierte CNC-Steuerung sowie Sinumerik 840Di sl als PC-basierte Variante. Je nach Anwendung können Hard- und Software unabhängig voneinander skaliert werden. Bild: Siemens
( Archiv: Vogel Business Media )

Als einer der wichtigsten europäischen Elektroausstatter des Maschinenbaus brachte Siemens 1960 die erste industrietaugliche NC-Steuerung unter dem Namen „Sinumerik“ auf den Markt. Auf Basis diskreter elektronischer Bauelemente wurde die erste Bahnsteuerung entwickelt. Kurz danach folgte mit den Sinumerik-Versionen 200 und 300 die Steuerung für die Bearbeitungstechniken Drehen, Fräsen, Schleifen und Nibbeln sowie für elektrohydraulische Antriebe.

Die CNC kam im Jahr 1973

1973 wurde mit Sinumerik 500C die erste CNC (Computerized Numerical Control) eingeführt, jedoch zunächst nur für Dreh- und Fräsanwendungen. Durch preisgünstige Mikroprozessoren beschleunigte sich die Entwicklung. Siemens konnte dadurch Mitte der 1970er Jahre erstmals eine DNC-Vernetzung für durchgängige Programmverwaltung und -übertragung anbieten. Bereits drei Jahre später gab es mit Sinumerik-System 8 eine mehrkanalfähige CNC mit integrierter speicherprogrammierbarer Steuerung (SPS). Sie eignete sich für Dreh- und Fräsbearbeitungen sowie für Bohr- und Nibbelmaschinen. Parallel entstand die Sinumerik Primo, eine kompakte CNC in Schuhkartongröße mit schleifspezifischen Funktionen. 1981 präsentierte Siemens mit Sinumerik-System 3 eine CNC mit anwendungsspezifischer Bedienoberfläche und Grafikfunktionen zum Programmieren.

Prinzip Offenheit bestimmt in den 80er-Jahren die CNC-Technik

Ab Mitte der 1980er Jahre bestimmte das Prinzip der „Offenheit“ die weiteren CNC-Generationen, wie etwa die Sinumerik 810 und 820: Maschinenhersteller konnten seitdem ihre eigene Bedienoberfläche projektieren und um individuelle Bausteine wie Bilder oder Menübäume ergänzen. Etwa zehn Jahre später führte Siemens mit Sinumerik 840D eine CNC-Steuerung für den oberen Leistungsbereich ein. Sie verfügt über digitale Antriebskopplung und offenen NC-Kern und erlaubt es, Softwarekomponenten in die CNC zu integrieren.

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