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Im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative wurde nun auf der Suche nach Einsparpotenzialen eine intensive Prozessüberprüfung gestartet, die sich insbesondere mit anlagentechnischen Details und der Abstimmung von Prozessschritten aufeinander beschäftigte. Folgende Maßnahmen zeigten dabei in Summe ein gutes Ergebnis:
- standortspezifische Anpassung der Kessel- und Ofenmimik
- Abstimmung der Brennereinstellung und -steuerung
- Angleichung der Produktionsorganisation und -logistik
- standortspezifische Anpassung der Prüf- und Wartungsintervalle der Brennersysteme und Leitungen.
Prozessmedien effizient und effektiv nutzen
Im Ergebnis zeigt sich, dass der Energiebedarf durch die Kombination dieser verschiedenen Maßnahmen in den letzten drei Jahren um annähernd 10 % gesenkt werden konnte.
Neben der energetischen Prozessbetrachtung spielt vor allem die effektive und effiziente Nutzung der Prozessmedien eine entscheidende Rolle. Dabei zielt die Ressourceneffizienz zunächst auf den sparsamen Einsatz von Stoffen ab und weiterhin auf die Vermeidung von Abfällen. Auf der organischen Seite des Verzinkungsprozesses, also dem Bereich der chemischen Vorbehandlung, sind vor allem folgende Maßnahmen zu nennen:
- konsequente Ein- und Durchführung der getrennten Beizwirtschaft zur Vermeidung von Mischsäuren (Trennung der Zn- und Fe-angereicherten sauren Vorbehandlungslösungen)
- Nutzung von Fe-angereicherter Säure als Katalysator in Frischsäure, wodurch der Vorbehandlungsprozess quasi abwasserfrei wird
- Wiederaufbereitung des Flussmittels in hausinternen Anlagen, wobei das Flussmittel von Eisen gesäubert wird und dadurch nahezu unbegrenzt eingesetzt werden kann.
Auf der anorganischen Seite, dem eigentlichen Verzinken, spielen insbesondere folgende Aspekte eine wesentliche Rolle:
- Verringerung des Hartzinkanfalls, unter anderem durch die Reinigung des vorgelagerten Flussmittels und Begrenzung des Eisengehaltes. In den letzten Jahren hat dies zu einer Einsparung von 10 % geführt.
- Verringerung des Zinkascheanfalls, unter anderem durch konsequente Aufrüstung der Standorte mit Trockenöfen zur Vortrocknung des Stückgutes vor dem Eintauchen in die Zinkschmelze. Dadurch konnte eine Einsparung um 20 % erzielt werden.
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