Rostschutz

CO2-neutral feuerverzinken

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Im Hinblick auf den wirksamen Einsatz von Rohstoffen spielt neben der Effizienz vor allem auch die Effektivität eine große Rolle. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwiefern die im Prozess eingesetzten Medien und Ingredienzien eine positive Bewertung im Rahmen der Stoffkreisläufe aufweisen. Diesbezüglich arbeitet Voigt & Schweitzer mit der EPEA GmbH in Hamburg zusammen, deren Leiter Prof. Dr. Michael Braungart der Erfinder des Cradle-to-Cradle-Konzeptes ist. Bei dem Konzept geht es im Gegensatz zur reinen Effizienzbestrebung darum, Dinge richtig, nicht weniger schlecht zu machen.

Reinigungslösungen werden wiederaufbereitet

Durch die intensive Zusammenarbeit mit Zulieferern konnte im Hinblick auf die Kreislaufführung der Rohstoffe sowohl im organischen als auch im anorganischen Bereich ein guter Status erreicht werden. Die abgearbeiteten Reinigungslösungen können der Wiederaufbereitung zugeführt werden. Die am Zinkkessel zunächst als zinkreiche Abfälle anfallenden Stoffe Zinkasche, Hartzink und Filterstaub werden systematisch gesammelt, auf einer eigenen Linie einer Zinkaufbereitungsfirma rezykliert und das daraus gewonnene Sekundärzink wieder dem Verzinkungsprozess zugeführt. In einem aktuellen Projekt werden die Inhaltsstoffe aller Prozessmedien einer kritischen Bewertung unterzogen und es wird nach Optimierungsansätzen gemäß dem Cradle-to-Cradle-Gedanken gesucht.

Die nachhaltige Mitarbeiterentwicklung im gewerblichen Bereich ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Planet-Zinq-Initiative. Um den gestiegenen Anforderungen an den Prozess gerecht zu werden, wurde von Voigt & Schweitzer der Weg der kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter eingeschlagen. Auf Basis einer 50 Jahre langen Erfahrung im Bereich der Ausbildung in kaufmännischen Berufen wurde nun auch im gewerblichen Bereich nachgelegt.

Grundwerte von Planet Zinq werden während der Ausbildung vermittelt

Vor dem Hintergrund, dass es den technischen Ausbildungsberuf des Verzinkers im wiedervereinten Deutschland nicht gab, wurde in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wirtschaft und Technologie und den zuständigen Fachverbänden der Lehrberuf „Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik mit Schwerpunkt Feuerverzinken“ geschaffen und im Jahr 2001 mit 18 Azubis gestartet.

Während sich am Berufskolleg für Technik und Gestaltung in Gelsenkirchen die gewerblichen Azubis aus ganz Deutschland zum Blockunterricht zusammenfinden, lernen die angehenden Fachkräfte in den Betrieben nicht nur das Feuerverzinken kennen, sondern auch die Abläufe an mindestens einem Pulverbeschichtungsstandort der Gruppe.

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