Grüne Kilometerfresser Daimler plant Wasserstoff-Lkw mit 1.000 Kilometern Reichweite

Quelle: dpa

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Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck will seine Erfahrungen mit Wasserstoffantrieben nutzen, um die Reichweite zukünftiger Lkw in den 4-stelligen Kilometerbereich zu pushen.

Erste Erprobungsfahrzeuge mit Brennstoffzelle sind bereits unterwegs.
Erste Erprobungsfahrzeuge mit Brennstoffzelle sind bereits unterwegs.
(Bild: Daimler Truck )

Daimler Truck plant die Herstellung von per Brennstoffzelle betriebenen Wasserstoff-Lkw mit einer Reichweite von mindestens 1.000 Kilometern. Dabei kommt flüssiger Wasserstoff in den Tank, weil das Element in dieser Form eine höhere Energiedichte hat. Das zahle sich auf das Reichweitenziel aus. Höchstwahrscheinlich werden die Lkw dann im Daimler-Truck-Werk in Wörth am Rhein gefertigt. Erste Erprobungsfahrzeuge mit Brennstoffzelle sind übrigens bereits auf der Straße. Testflotten mit Wasserstoff-Lkw sollen Mitte des Jahrzehnts auf den Markt kommen. In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts soll der Brennstoffzellen-Lkw dann in Serie gehen, wie der Hersteller berichtete.

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Daimler Truck setzt auf Batterie und Brennstoffzelle

Die Lastwagenbranche steht bekanntlich unter dem Druck der EU, die Klimaschutzziele verbindlich zu erreichen. Neue Fahrzeugmodelle sollen demnach bis 2025 im Durchschnitt 15 Prozent und bis 2030 mindestens 30 Prozent weniger CO2 von sich geben. Falls die Vorgaben nicht eingehalten werden, drohen hohe Strafen.

Beim Übergang vom Verbrennermotor zu neuen Antrieben setzt Daimler Truck aber nicht nur auf Wasserstoff und Brennstoffzelle, sondern auch auf die Batterie. Um die Herstellung abzusichern, will Daimler Trucks mit Volvo in Weilheim an der Teck eine Brennstoffzellen-Fabrik bauen, wo dann rund 800 Mitarbeiter beschäftigt sein werden, wie es heißt. Verantwortlich für dieses Vorhaben ist das Gemeinschaftsunternehmen Cellcentric.

Daimler Truck ist außerdem bei mehreren Partnerschaften dabei, um die nötige Infrastruktur für die Wasserstoffversorgung einzurichten. So gebe es eine Vereinbarung mit den Energieriesen BP, Shell und Totalenergies, die das Ziel hat, die nötige Anzahl an Wasserstoff-Tankstellen zu bauen. Ende des Jahrzehnts, so die Planungen von Daimler, sollen dann emissionsfreie Nutzfahrzeuge bis zu 60 Prozent der Verkäufe ausmachen. Daimler Truck zählt sich dabei zu den weltweit führenden OEMs.

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