Lineartechnik Der Systemgedanke bewegt die Lineartechnik

Autor: Stefanie Michel

Industrie 4.0 oder Werkzeugmaschinen ohne Lineartechnik sind unvorstellbar. Lineare Bewegungen sind in der Produktion essenziell. Zusammengefasste Trends und Ausblicke zeigen, was Hersteller bewegt und was sie auf der Motek 2015 anbieten.

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Keine automatisierte Produktion ohne Lineartechnik: Schon heute benötigen viele Prozesse Linearsysteme mit Zubehör wie Messsystemen oder integrierten Sensoren.
Keine automatisierte Produktion ohne Lineartechnik: Schon heute benötigen viele Prozesse Linearsysteme mit Zubehör wie Messsystemen oder integrierten Sensoren.
(Bild: Stefanie Michel)

Die Bedeutung der Lineartechnik lässt sich leicht fassen: Ohne sie läuft kaum eine Produktion. Man findet Linearsysteme bei der Materialzuführung, in Werkzeug-, Mess- und Spritzgussmaschinen, in Pressen, in 3D-Druckern und am Ende auch in den Verpackungsmaschinen. Die Hauptabnehmer finden sich bei Werkzeugmaschinen, in der Robotik, aber auch in der Automatisierung, der Automobilindustrie und der Medizintechnik. Doch so unterschiedlich wie die Einsatzgebiete, so verschieden sind auch die Anforderungen an die Systeme und Komponenten. Unbestritten ist die Lineartechnik allerdings eine der großen Säulen der Fabrikautomation und somit auch aus einer Industrie 4.0 nicht wegzudenken.

Im Hinblick auf die Motek 2015 lohnt es sich, die Lineartechnik in den Mittelpunkt zu rücken und einen Überblick zu schaffen über Trends und neue Entwicklungen.

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Die Komponente als Basis für einbaufertige Achsen

Gerade in Deutschland kommen einige der großen Lineartechnik-Hersteller wie Bosch Rexroth, Schaeffler und SKF von der Komponente – in der Regel vom Wälzlager beziehungsweise vom Wälzkörper. Um wettbewerbsfähig zu sein und dennoch Komplettlösungen aus einer Hand liefern zu können, bieten sie Baukästen mit Subsystemen oder kompletten einbaufertigen Achsen an – ohne ihre Basis zu vernachlässigen. Henning Dombek, Leiter des Fachbereichs Systemlösungen in der Lineartechnik bei Schaeffler Technologies, stellt klar: „Wir kommen von der Komponente und würden diese auch nie aufgeben. Das ist für uns die Basis unserer Produktpyramide.“ Vorkonfigurierte Linearachsen bieten sich je nach Anwendung an, weil sie den Engineeringaufwand auf wenige Schritte verkürzen.

Neben Komponenten und Systemlösungen haben die Anbieter oft selbst entwickeltes Zubehör im Programm. Darunter sind eigene Schmiersysteme, Spezialdichtungen oder verschiedene Antriebe. Bei Bosch Rexroth sind beispielsweise auch Steuerungen und Elektromotoren aus dem eigenen Haus erhältlich, während andere Anbieter Motoren gängiger Hersteller nach Kundenwunsch einbauen.

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 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt