Drehen

Einheitliches Werkzeugkonzept senkt die Durchlaufzeiten

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Hohe Auskraglängen und Schnittdaten sind möglich

Für zusätzliche Zeitersparnis im Vergleich zu Schafthaltern sorgt die Modularität der Capto-Schnittstelle von Coromant; denn das Werkzeug kann schnell auf die passende Länge gebracht werden. Dabei können durch die hohe Stabilität des Systems problemlos hohe Auskraglängen und höhere Schnittdaten realisiert werden. „Überzeugt haben uns an Coromant Capto das umfangreiche Standardwerkzeugprogramm sowie die Variantenvielfalt der Werkzeuge mit der Capto-Schnittstelle“, erklärt Michael Jeske, Leiter Tooling bei Siemens in Duisburg. Ulrich Olsberg, Vertriebsspezialist bei Sandvik Coromant ergänzt: „Dazu gehören unter anderem schwingungsgedämpfte Werkzeuge und Varianten für Senkrechtdrehmaschinen mit speziellen Rundungen beziehungsweise Freiräumen. Diese ermöglichen, Werkzeuge für die Außenbearbeitung auch für die Innenbearbeitung zu verwenden.“ Um neben der Technik auch das Know-how vor Ort zu optimieren, schulte das Sandvik-Coromant-Team die Siemens-Mitarbeiter unter anderem in den Bereichen Drehbearbeitung und rotierende Bearbeitung sowie zum Thema modulare Werkzeuge.

„Durch die erfolgreiche Kooperation mit Sandvik Coromant und den Einsatz des modularen Schnellwechsel-Werkzeugkonzepts konnten wir die Durchlaufzeit bei der Drehbearbeitung dauerhaft senken“, resümiert Sebastian Slebioda, verantwortlicher Technologe für die Drehbearbeitung und Sonderwerkzeugentwicklung bei Siemens in Duisburg.

Hochdruckkühlung verbessert Standzeit und Spanvolumen

Im Zuge neuer Maschineninvestitionen dürfte für Siemens die Einführung und Nutzung einer Hochdruckkühlung auf Basis der HP-Version von Coromant Capto interessant sein. Diese Werkzeugfamilie von Sandvik Coromant ist standardmäßig für den Einsatz von Hochdruckkühlschmierstoffen konzipiert. Die Kühlschmierstoff-Strahlen sind genau auf die Bearbeitungszone zwischen Wendeschneidplatte und Span ausgerichtet, was für einen besseren Spanbruch und weniger Verschleiß sorgt. Damit werden die Standzeit verkürzt, ein höheres Zerspanungsvolumen erreicht und die Schnittdaten können potenziell erhöht werden. Indem die Hochdruckkühlung weiteres Optimierungspotenzial für anspruchsvolle Bearbeitungsprozesse birgt und eine abermalige Erhöhung der Leistungsfähigkeit ermöglicht, leistet sie einen erheblichen Beitrag zu einer wirtschaftlicheren Fertigung. MM

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* Heinz Dohlen ist Projektleiter Modulare Systeme bei der Sandvik Tooling Deutschland GmbH, Geschäftsbereich Sandvik Coromant, 40549 Düsseldorf

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