Kunststoffverarbeiter Eisspeicher sichern Wärmeversorgung von 3D-Core
Den Kunststoffbetrieb 3D-Core GmbH & Co. KG in Herford versorgt einer der größten Eisspeicher in Ostwestfalen indirekt mit Wärme. Die Sonne und auch die umgebende Geothermie stellen die Energie bereit; 35 Luftgroßabsorber auf dem Flachdach des Neubaus beladen entweder die zwei 350-m³-Speicher unter der Halle, oder aber die vier Wärmepumpen (Typ Waterkotte DS) saugen die Heizenergie direkt aus den Kollektoren.
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Früher wurde der Altbau mit Öl beheizt, wie der Wärmepumpenhersteller Waterkotte berichtet. Die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen hätten den Wechsel von fossilen auf erneuerbare Energien eingeschlossen. Da es für ein größeres Wärmepumpen-Sondenfeld an Außenfläche fehlte, habe der Firmenchef der ESC GmbH & Co. KG, Herford, einem Eisspeicher zugestimmt mit den Behältern unter dem Neubau. Quasi auf dem Deckel der Großzisternen werden laut Mitteilung künftig Kunststoffblas- und -formmaschinen Leichtbauteile für alle möglichen Anwendungen bis hin zu Automobil- und Yachtbau produzieren.
„Ach, wissen Sie, die Entscheidung hat mir die weltpolitische Situation leicht gemacht. Sie sehen doch, wie ein energiereiches Land, aktuell Russland, Druck auf einen Abnehmer wie die Ukraine dadurch ausüben kann und ausübt, indem es droht, den Öl- oder Gashahn zuzudrehen, wenn er sich nicht gefügig zeigt. Dadurch drängte sich automatisch der Wunsch oder sogar die Pflicht nach Unabhängigkeit auf. Mit dem Eisspeicher, den Wärmepumpen und den Solar-Luftabsorbern schaffen wir es zwar immer noch nicht ganz, autark zu sein, aber das Risiko relativiert sich auf ein erträgliches Maß“, sagt Fritz Streuber, Geschäftsführer und Bauherr.
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