Ventilatoren

Energieeffiziente Ventilatoren – Wind mit hohem Wirkungsgrad

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Stillstehende Ventilatorkomponenten tragen auch zur Energieeffizienz bei

Des Weiteren spielt das Ventilatorgehäuse eine wichtige Rolle, wenn die Energieeffizienz gesteigert werden soll. „Unsere Aluminiumgussgehäuse werden, anders als Blechgehäuse, von Natur aus mit ‚fließenden‘ Konturen und somit energiesparend konstruiert und gefertigt“, berichtet Strehle.

„Auch die stillstehenden Komponenten, die zur Luftführung dienen, werden bei der Entwicklung der Laufradgeometrie betrachtet, nicht nur das rotierende Teil“, schließt sich Sigloch an. „So ist zum Beispiel bei Axialventilatoren die richtige Dimensionierung des Ringspalts, also des Bereichs zwischen Flügelspitze und Düse, eine maßgebliche Größe.“

Des Weiteren ist seiner Auskunft nach die Luftführung vor und nach dem Laufrad zu untersuchen: „Hier geht es um die richtige Wahl der Düsenradien und Abströmgeometrie und auch um die Dimensionierung von Fingerschutzgittern und Nachleiteinrichtungen.“

Wirkungsgrad des Gesamtsystems mit Ventilatoren betrachten

Schließlich ist das Gesamtsystem zu betrachten, in das der Ventilator eingebaut wird, wenn man die Energieeffizienz beurteilen will. „Wir sehen den weitaus größeren Kundennutzen in der Optimierung des lufttechnischen Gesamtsystems“, betont Strehle.

Elektror werde deshalb in Zukunft verstärkt in die persönliche Kundenberatung zum energieeffizienten Einsatz von Ventilatoren mit Frequenzumrichter investieren. „Nicht zu vernachlässigen ist das Design-in der Ventilatoren“, bestätigt Sigloch. „Das gehen wir fallweise mit unseren Kunden an, denn im eingebauten Zustand im Gerät findet sich immer noch die eine oder andere Verbesserungsmöglichkeit.“

Kundenapplikationen bieten noch viel Potenzial für mehr Energieeffizienz

Auch Albig sieht bei der Beurteilung von spezifischen Kundenapplikationen großes Optimierungspotenzial. „Die Leistungsdaten der Ventilatoren können in verschiedenen Einbausituationen stark variieren“, erläutert der Leiter Produktmanagement bei Ziehl-Abegg. Oftmals würden die Schnittstellen vom Ventilator zum Kundenprodukt nicht ausreichend beachtet und ein Großteil der Energieeffizienz gehe im System verloren. „Das effizienteste Produkt kann bei ungünstigen Umgebungsbedingungen seine Stärken nicht ausspielen“, sagt Albig.

Ziehl-Abegg hat deshalb am Stammsitz in Künzelsau ein Technologiezentrum namens „Invent“ errichteten. Dort können die Ingenieure des Ventilator-Herstellers an den Luft- und Geräuschprüfständen lufttechnische, akustische und elektrische Werte gleichzeitig messen. „Diese Informationen dienen als Basis um die Kombination Ventilator und System in der speziellen Applikation technisch zu optimieren“, berichtet Albig: „Vielfach kann hier eine Verbesserung der Energieeffizienz von 10% bis 20% erreicht werden.“

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