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„Nur Unternehmen, die weltweit nachgefragte Produkte anbieten oder Technologieführer
sind, sollten den Schritt ins Ausland wagen“, sagte WSM-Präsident Michael Schädlich. Auch an den
Managementaufwand müsse gedacht und an der Mitarbeiterqualifikation gearbeitet werden. „Hier zählen Fähigkeiten im Projektmanagement, gute Sprachkenntnisse und interkulturelle Kommunikation.“ Das gilt auch für das Stammhaus, in dem sich die Strukturen erheblich verändern.
Die Produkt- und Technologieentwicklung müssen global zur Verfügung gestellt und vor Konkurrenten
geschützt werden. Dies bedeutet, dass Verwaltung und IT-Strukturen ausgebaut werden und auch im
Hauptwerk vermehrt englisch gesprochen wird.
Fachkräftemarkt im Ausland entwicekelt sich positiv
Positiv sei die Entwicklung auf dem Fachkräftemarkt im Ausland. „In China steigt die Zahl gut ausgebildeter Ingenieure deutlich an. Und auch der Forschung wird immer größere Bedeutung
beigemessen.“ Wichtig sei es, ausländische Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, da diese häufig sehr flexibel seien. Für das Auslandsengagement spreche zudem die Absicherung von Währungsrisiken. Produziert ein Unternehmen in einem wichtigen Absatzmarkt, reduziert es das
Wechselkursrisiko deutlich.
Bei der Standortauswahl spielen Kreditkosten und regionale Förderprogramme für die Ansiedlung bestimmter Industrien eine Rolle. Standortbestimmend sind sie jedoch nicht. „An erster Stelle steht die Nähe zum Kunden.“
Vorteil Kundennähe
Wolfgang Kirchhoff, geschäftsführender Gesellschafter von Kirchhoff Automotive, bestätigte diese
Einschätzung. Für globales Engagement spricht seiner Ansicht nach vor allem die Nähe zu wichtigen
Kunden, die auch im Ausland nicht auf das Know-how ihrer Zulieferer verzichten möchten. Viele Lieferantenbeziehungen bestehen bereits seit Jahrzehnten. „Die Produkte und Technologien
deutscher Zulieferer sind weltweit gefragt“, sagte Kirchhoff. Kirchhoff Automotive verfolgt seit Jahren eine erfolgreiche Globalisierungsstrategie. Aktuell produziert das Unternehmen mit 7.200 Mitarbeitern in 29 Werken in 12 Ländern.
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