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Fertigungskette

Fabrikneubau als Chance für die Smart Factory

| Autor/ Redakteur: Gerald Scheffels / Florian Stocker

Wilo nimmt den Neubau seiner Firmenzentrale zum Anlass, attraktivere Arbeitsplätze und eine optimierte Prozesskette zu schaffen. Im Rahmen eines ersten Pilotprojektes vor Ort kann man schon jetzt einer „Smart Factory“ beim Entstehen zusehen.

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In Dortmund produziert Wilo ein breites Spektrum an Pumpen – mit hoher Fertigungstiefe.
In Dortmund produziert Wilo ein breites Spektrum an Pumpen – mit hoher Fertigungstiefe.
(Bild: Wilo)

Die Wilo-Gruppe, gegründet vor 142 Jahren und heute ein weltweit marktführender Hersteller von Pumpen für die Gebäudetechnik, die Infrastruktur im Bereich der Wasser- und Abwassertechnik sowie für die Industrie, beschäftigt rund 7400 Mitarbeiter und tätigte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 1,317 Mrd. Euro. Sie wächst kontinuierlich – deshalb wurde der zentrale Standort in den vergangenen Jahren mehrfach erweitert und einige Fertigungs- und Verwaltungsbereiche mussten bereits ausgelagert werden. Zurzeit produziert Wilo allein in Dortmund an drei Standorten.

Dieser Umstand stellte die Geschäftsleitung vor eine Grundfrage: Sollen die bestehenden Anlagen ein weiteres mal erweitert werden oder wagt man den großen Wurf in Form einer neuen Firmenzentrale mit modernsten Arbeitsplätzen und optimierten, schlanken Fertigungsprozessen? Die Geschäftsführung entschied sich für die zweite Option. Erleichtert wurde die Entscheidung dadurch, dass ein Großteil der Gebäude vor über fünfzig Jahren gebaut wurde und es erheblichen Aufwand erfordert hätte, sie auf den neuesten technischen Stand zu bringen.

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Im ersten Schritt entwickelten die Verantwortlichen gemeinsam mit Porsche Consulting ein zukunfts- und entscheidungsfähiges Konzept für die Smart Factory. Im Oktober 2014 begann die Planung, im Januar 2015 rückten die ersten Bagger an. Die Grundsteinlegung ist nun für das Frühjahr 2017 geplant, die Fabrik soll Ende 2018 fertig sein und schließlich der gesamte Campus bis 2020. Eine besondere Herausforderung besteht dabei darin, dass alle Um- und Neubauten bei laufendem Betrieb der Produktion erfolgen müssen.

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