Wälzlager Fertigungstechnik bei Wälzlager-Entwicklung im Fokus

Redakteur: Stefanie Michel

NSK fokussiert seine Entwicklungskompetenz bei Wälzlagern seit langem auf Tribologie, Analysetechnik, Mechatronik und Werkstofftechnik. Jetzt werden diese Kerntechnologien um die Fertigungstechnik erweitert.

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Fertigungstechnik wird zu einer Kerntechnologie bei NSK – ohne die bisherigen zu vernachlässigen: Masayuki Maeda aus der NSK-Zentralforschung wurde in Japan mit dem „Tribology Technology Award“ ausgezeichnet.
Fertigungstechnik wird zu einer Kerntechnologie bei NSK – ohne die bisherigen zu vernachlässigen: Masayuki Maeda aus der NSK-Zentralforschung wurde in Japan mit dem „Tribology Technology Award“ ausgezeichnet.
(Bild: NSK)

Höhere Drehzahlen, geringere Reibung und damit verbesserte Energieeffizienz, längere Lebensdauer auch bei ungünstigen Umgebungsbedingungen: Das sind zentrale Ziele, die NSK bei der Entwicklung neuer Wälzlagergenerationen verfolgt. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf vier Kerntechnologien, die hier die größte „Hebelwirkung“ zur Verbesserung der Eigenschaften und der Leistung von Wälzlagern versprechen: Tribologie, Analysetechnik, Mechatronik und Werkstofftechnik.

Maschinen müssen höchste Präzision und Effizienz vereinen

Jetzt ergänzt NSK die Kerntechnologien um eine fünfte: die Fertigungstechnik. Aus Sicht des Unternehmens werde es immer wichtiger, Maschinen und Anlagen einzusetzen, die hochwertige Wälzlager mit höchster Präzision und zugleich hoher Effizienz fertigen. Solche Anlagen werden häufig im eigenen Hause entwickelt beziehungsweise optimiert. So setzt NSK in seinem internationalen Produktionsverbund mit insgesamt 64 Fertigungsstätten in 13 Ländern nach eigenen Angaben auf modernste Fertigungstechnologien, die Digitalisierungsstrategien und Methoden der Künstlichen Intelligenz nutzen, um eine hocheffiziente, flexible und nachhaltige Produktion zu ermöglichen. Der Stellenwert dieser Zukunftstechnologien wird nun durch die Ergänzung der vier Kerntechnologien um die Fertigungstechnik betont.

Die bekannten vier Kerntechnologien werden in der Zukunft natürlich nicht vernachlässigt. Mit der neuesten Generation der High-Efficieny-Rillenkugellager für Elektromotoren zeige NSK zum Beispiel, welche Verbesserungen durch tribologische Entwicklungen zu erreichen sind. Für diese Lager haben die NSK-Tribologen mit EA9 ein Fett entwickelt, das die innere Reibung in den Lagern reduziert. In Verbindung mit einem optimierten Fettfüllgrad führe dies nicht nur zu verringerter Reibung und damit höherer Energieeffizienz, sondern auch zu einer Verdoppelung des Serviceintervalls der Elektromotoren.

NSK 2019 mit dem Tribology Technology Award ausgezeichnet

Die Bedeutung der Tribologie für die NSK-Forschung zeigt auch eine kürzlich verliehene Auszeichnung durch die Japanische Gesellschaft für Tribologie (JAST). Sie verlieh NSK den „Tribology Technology Award 2019“ für ein Forschungsprojekt, das erstmals eine sehr genaue Messung der Schmierfilmstärke und gleichzeitig von Schmierfilmabrissen bei niedrigen Lagerdrehzahlen ermöglicht. Die Erkenntnisse aus diesen Messungen schaffen laut Hersteller eine Voraussetzung für die Entwicklung von niedrigviskosen und damit reibungsreduzierten Schmierstoffen, die trotz geringer Viskosität eine lange Lebensdauer der energieeffizienten Wälzlager ermöglichen.

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