Kunststoffteile FPK übernimmt Kunststoffsparte der insolventen Aksys-Gruppe

Redakteur: Stéphane Itasse

Insolvenzverwalter Tobias Hoefer von der Kanzlei Hack Hoefer hat das Werk Peine des Geschäftsbereichs Kunstoffe der Aksys GmbH an die FPK (integriert in Batz Lightweight Technologies) verkauft. Das Unternehmen gehört zur international tätigen Mondragon-Gruppe, wie die Kanzlei mitteilt. Mit dem Verkauf ist auch die Restrukturierung und Sanierung der Aksys-Gruppe abgeschlossen.

Anbieter zum Thema

Bereits im April 2010 hatte die Mondragon-Gruppe den von der Aksys-Gruppe gehaltenen 50-%-Joint-Venture-Anteil an der spanischen FPK S.A. gekauft. Durch den Verkauf bleiben in Peine mehr als 100 Arbeitsplätze erhalten, heißt es.

Aksys-Sanierung sollte Arbeitsplätze sichern

Ziel der Sanierung sei es von Anfang an gewesen, möglichst viele Standorte und Arbeitsplätze zu sichern. „Gelungen ist uns dies, indem wir die Gruppe in sinnvolle Einheiten aufgeteilt und in eigenständige Geschäftsbereiche überführt haben“, sagt Hoefer. So konnte er unter anderem auch Standorte erhalten, die nach dem Restrukturierungsprogramm der Aksys vor dem Insolvenzantrag geschlossen werden sollten.

„Aksys ist ein gutes Beispiel dafür, dass die sinnvolle Entflechtung einer Unternehmensgruppe in der Insolvenz für alle Beteiligten Vorteile bringen kann“, meint der Insolvenzverwalter. Die einzelnen Geschäftsbereiche könnten sich nun auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und seien mit dem jeweiligen neuen Investor gut positioniert.

Acht Standorte aus drei Geschäftsbereichen in Deutschland erhalten

Insgesamt konnte der Insolvenzverwalter in den drei Geschäftsbereichen Kunststoffe, Isolation und Entdröhnung der ehemaligen Aksys weltweit rund 1900 Arbeitsplätze und acht Standorte in Deutschland sowie die Standorte in den USA, Spanien, Polen und Mexiko erhalten.

Der Investor Batz-FPK ist laut Hoefer Spezialist für Kunststoffe und schafft die Basis für eine langfristige Fortführung des Werks. Das Unternehmen ist Teil der genossenschaftlich organisierten Mondragon-Gruppe, die aus insgesamt 256 Unternehmen und Einrichtungen besteht und zu den größten Unternehmensgruppen in Spanien zählt.

(ID:355243)