Absauganlagen

Gruppenabsaugung vereint Vorteile von Einzel- und Zentralanlagen

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Einzelne Absauganlagen oft zu groß ausgelegt

Einzelabsaugungen könnten für Maschinen sinnvoll sein, die baulich in einem anderen Brandabschnitt liegen oder nur mit großen Leitungslängen an die anderen Maschinen angeschlossen werden können. Bei mehreren Maschinen in unmittelbarer Nähe zueinander sei hingegen die Einzelabsaugung wenig sinnvoll, da die Investition pro Maschine in der Regel höher sei als bei Gruppenanlagen. Hinzu komme, dass Einzelabsaugungen aufgrund von Baugrößen oft zu groß ausgelegt würden.

Gruppenabsaugungen berücksichtigten die einzelnen Maschinen und das nötige Absaugvolumen. Dadurch sinke die Investition pro Maschine. Zudem sei die Gruppenanlage oft der günstigste Kompromiss, um die Unterschiede im Luftbedarf zwischen großen und kleinen Maschinen auszugleichen.

Da Gruppenabsaugungen einen zentralen Filter für mehrere Maschinen haben, sind laut Büchel nicht nur die Wartungspunkte im Gegensatz zu Einzelabsaugungen minimiert, sondern es ergeben sich noch weitere Vorteile, wie sie auch eine Zentralanlage bietet: Da die verschmutzte Luft über Rohrleitungen aus den angeschlossenen Maschinen zentral zu einem Ort geleitet werde, könne sie nach der Reinigung leicht aus der Halle hinaus geschleust werden. Bei Einzelabsaugungen müsste die Luft aus jeder Maschine einzeln nach außen befördert werden. Das sei aber kaum praktikabel.

Gruppenabsaugung ermöglicht auch Abwärmenutzung

Mit der Abluft würden auch die gasförmigen Stoffe oder Geruchsbelastung aus der Halle entfernt, die bei Einzelabsaugungen wieder ins Innere der Produktionshalle gelange. Durch die Ableitung der Wärme heize sich die Halle im Sommer nicht so schnell auf. Meist ließen sich Gruppenabsaugungen individuell umstellen, so dass in den kalten Monaten die gefilterte Luft ins Innere geleitet werden könne. Dadurch verringerten sich die Heizkosten.

Eine zentrale Absauganlage mit Be- und Entlüftung in eine Fertigung zu integrieren, bedeutet häufig, dass Investitionen die vorher getätigt worden seien, überflüssig würden. Daher rechne sich diese Zentralanlage oft nicht. Ein weiteres Problem könne der Platzbedarf darstellen und gegen diese Investition sprechen. Eine Gruppenanlage stelle einen Kompromiss dar: Sie ist nach Auskunft von Büchel qualitativ höherwertiger als Einzelanlagen ohne zusätzliche lufttechnische Maßnahmen, auch wenn sie nicht alle Vorteile einer Absaugung mit geregeltem Luftaustausch besitzt.

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