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Horizontal-Bearbeitungszentren Horizontal-Bearbeitungszentren sparen bis 40 % an Bearbeitungszeit

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Auf der AMB präsentiert Georg die Horizontal-Bearbeitungszentren der Serie ultraturn MC, die Werkstücke mit einem Gewicht bis zu 250 t Gewicht und 4000 mm Durchmesser bearbeiten.

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Das Bearbeiten – hier das Schleifen einer Generatorwelle – und das Messen erfolgen in derselben Maschine.
Das Bearbeiten – hier das Schleifen einer Generatorwelle – und das Messen erfolgen in derselben Maschine.
(Bild: Siemens )

Auf der diesjährigen AMB stellt Georg die neuen Horizontal-Bearbeitungszentren der Serie ultraturn MC in der virtuellen Realität vor: Im „Georg-Cinema“ erleben die mit 3D-Brillen ausgestatteten Messebesucher die bis zu 30 m langen Maschinen zum Greifen nah.

Georg hat die neuen Bearbeitungszentren für die Komplettbearbeitung von komplexen Werkstücken mit bis zu 250 t Gewicht und 4000 mm Durchmesser entwickelt. Sie werden unter anderem für die Herstellung von Turbinen- und Generatorenläufern sowie für Kompressoren verwendet.

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Bearbeiten und Vermessen in einer Maschine

Vor Kurzem hat die Siemens AG für das neue Bearbeitungszentrum im Werk Berlin die Abnahme erteilt. Es ist das weltweit einzige für Werkstücke mit einem Gewicht von bis zu 180 t, in der das Bearbeiten und Vermessen in der gleichen Maschine realisiert ist, so der Hersteller. Es bearbeitet Werkstücke mit einem Durchmesser bis 4000 mm und einer Werkstücklänge bis 10.000 mm. Siemens besitzt weltweit bereits etwa 20 Maschinen von Georg.

Die Erfahrungen aus dem Betrieb dieser Anlage der neuen Baureihe belegen, dass sich neben der deutlichen Steigerung der Präzision der Werkstücke eine drastische Zeitersparnis bei der Bearbeitung von rund 40 % ergibt, unter anderem weil sie Nebenzeiten drastisch verkürzt. Eine Maschine der neuen Generation ersetzt in der Fertigung mehrere andere, die vorher nicht nur Personal für Fertigung und Wartung, sondern auch Platz und Kapital gebunden haben. Außerdem vereinfacht sie die Produktionsplanung deutlich, da nur noch ein Bearbeitungszentrum alle Arbeitsschritte ausführt, heißt es weiter.

Zwei weitere ultraturn-MC-Bearbeitungszentren hat Georg bereits ausgeliefert, sie werden in Kürze in Betrieb gehen. Die Maschine, die Georg zurzeit bei Doosan-Skoda in Pilsen/Tschechische Republik montiert, ist für ein Werkstückgewicht von bis zu 140 t bei einem Durchmesser von bis zu 3500 mm und eine maximale Werkstücklänge von 12.000 mm ausgelegt.

Jan Ebener, Vertriebsleiter Werkzeugmaschinen bei Georg, erläutert, warum sein Kunde sich für die ultraturn MC entschieden hat: „Wir sind der weltweit einzige Anbieter, der für Werkstücke mit wahrhaft gigantischen Abmessungen neben der Fräs- auch die Dreh- und die Schleifbearbeitung auf der Maschine in einem schlüssigen Konzept kombiniert. Und wie bei dem Auftrag von Siemens konnten nur wir die Werkstückvermessung auf derselben Maschine realisieren.“

Bei Iskra Turbogaz in Perm/Russland montiert Georg zurzeit eine weitere ultraturn MC. Dort werden in Zukunft Werkstücke mit einem Gewicht von bis zu 25 t, einem Durchmesser bis 2500 mm und einer Werkstücklänge von bis zu 7000 mm gefertigt. Sie werden unter anderem für Kompressoren und Pumpen für die Öl und Gas fördernde Industrie benötigt. Bei der Innenbearbeitung dieser Bauteile punktet die Maschine mit Merkmalen wie der kombinierten Dreh- und Fräsbearbeitung sowie dem Bearbeiten von komplexen Konturen, die nicht parallel zur Mittelachse des Werkstückes verlaufen.

Alle drei Maschinen hat Georg als an Kundenanforderung angepasste Komplettlösungen einschließlich der Peripheriesysteme geliefert.

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