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Zerspanung Horizontalbohrwerk fertigt hochgenau Rotornaben

| Autor / Redakteur: Christina Debus / Rüdiger Kroh

Für das Bearbeiten von Rotornaben für Windkraftanlagen kommen zwei Horizontalbohrwerke mit 200-mm-Bohrspindel und Verfahrwegen von 6 m × 5 m zum Einsatz. Schwingungsdämpfende, stark verrippte Gussbetten und das Führungskonzept mit einer geregelten Hydrostatik ermöglichen Genauigkeiten von 0,02 mm.

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Bild 1: Das Bohrwerk mit Plattenfeld ermöglicht das genaue Bearbeiten von Rotornaben.
Bild 1: Das Bohrwerk mit Plattenfeld ermöglicht das genaue Bearbeiten von Rotornaben.
(Bild: Union)

Für die maßgeschneiderte Präzisionsteilfertigung von großen Werkstücken bis 200 t ist die Sket GmbH in Magdeburg bekannt. Kunden in ganz Europa lassen bei dem Unternehmen ihre prismatischen und rotationssymmetrischen Werkstücke bearbeiten. Dafür ist Sket mit Werkzeugmaschinen zum Karusselldrehen, Bohren, Portalfräsen, Rundschleifen, Spitzendrehen und Walzenschleifen ausgestattet.

Auf die mechanische Bearbeitung spezialisiert

Kerngeschäft des zur Enercon-Gruppe gehörenden Unternehmens ist das Bearbeiten von Komponenten für Windenergieanlagen. Produziert werden die Komponenten der von Enercon hergestellten Windenergieanlagen wie Ringgeneratoren, Statorglocken, Rotornaben und Achszapfen. „Früher gab es in Magdeburg zwei Fließstraßen für die Montage von Windkraftanlagen und auch einen eigenen Stahlbau. Dies übernehmen heute unsere Schwesterfirmen. Wir haben uns immer mehr auf die mechanische Bearbeitung spezialisiert“, berichtet Uwe Roseneck, Leiter Beschaffung bei Sket.

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Alle Werkzeugmaschinen in der Fertigung müssen hohen Qualitätsstandards genügen. Aufgrund der guten Auftragslage ist die kontinuierliche Erweiterung der Kapazitäten ein Hauptanliegen der Verantwortlichen. „Fast jedes Jahr werden neue Maschinen für die Produktion erworben – zum Teil als Austauschmaschinen, zum Teil als Neuinvestitionen, wenn neue Produkte bei uns platziert werden“, sagt Roseneck.

Tischbelastung von 75 t war gefordert

So suchte das Magdeburger Unternehmen 2011 aufgrund einer Produktportfolioerweiterung zwei neue Bohrwerke und fragte bei verschiedenen Anbietern speziell nach Maschinen zum Bearbeiten von Rotornaben für Windkraftanlagen. Die Grundparameter im Pflichtenheft waren klar definiert: Verfahrwege von 6 m × 5 m, eine Tischbelastung von 75 t sowie Fräskopf und Pick-up-Station.

Am Ende des Auswahlverfahrens standen Bohrwerke mehrerer europäischer und deutscher Anbieter zur Auswahl. Die Entscheidung fiel zu Gunsten der Union Werkzeugmaschinen GmbH in Chemnitz und ihrer PCR 200. „Wir haben uns am Ende für Union Chemnitz entschieden, weil sie alle unsere Qualitätsanforderungen voll und ganz erfüllt haben. Auch die örtliche Nähe zu unserem Werk war ein entscheidender Vorteil“, erklärt der Beschaffungsleiter.

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