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Sicherheitstechnik

Innovatives Sicherheitskonzept für die Qualitätskontrolle

| Autor / Redakteur: Theresa Haas / Frauke Finus

Blick von der Schrott-Stapelsektion zur Inspektionskabine.
Blick von der Schrott-Stapelsektion zur Inspektionskabine. (Bild: Unitechnik)

In seiner Inspektionsanlage 2 in Dortmund überprüft Thyssenkrupp Stahlcoils für die Automobilindustrie und gewährleistet damit die maximale Qualität der ausgelieferten Werkstoffe. Im Rahmen einer umfangreichen Modernisierung hat die Unitechnik Automatisierungs GmbH jetzt ein einheitliches Sicherheitskonzept umgesetzt, das alle Gewerke umfasst. Die Maßnahmen erfolgten auf der Basis einer detaillierten Gefährdungsanalyse.

Die Anlage in Dortmund hat eine hohe strategische Bedeutung für Thyssenkrupp Steel Europe: Jedes Stahlband erhält hier eine eingehende Kontrolle. Die Anlage dient dazu, das Band auf Fehler und Mängel zu untersuchen sowie Fehlstellen zu detektieren und zu entfernen. Weiterhin kann das Stahlband besäumt, eingeölt und geschnitten werden. Dazu kommen unterschiedliche Maschinen zum Einsatz: Die Auf- und Abwicklung der bis zu 40 t schweren Stahlcoils erfolgt mithilfe von Haspeln. Von dort gelangt der Bandanfang zur Schweißmaschine, wo es mit dem Ende des letzten Coils verschweißt wird. In der Inspektionskabine wird das bis zu etwa 1.700 mm breite Band von geschultem Personal sowie durch umfangreiche Messtechnik geprüft. Die hochentwickelte Automatisierung gewährleistet hierbei eine lückenlose Materialverfolgung und Fehlererkennung. Den Zuschnitt des Bands übernehmen Schopf- und Besäumscheren. Weiterhin ist in die Anlage eine Einölmaschine sowie Gerätetechnik zum automatischen Kennzeichnen und Abbinden der Coils integriert. Als die Anlage Anfang der 70er Jahre in Betrieb genommen wurde, waren die Sicherheitsrichtlinien anders als heute: Dies erforderte eine kontinuierliche Weiterentwicklung, um die Anlage stets auf dem neuesten Stand der Technik zu halten und langfristig einen sicheren Betrieb zu ermöglichen.

Das Ziel: höhere Sicherheit bei maximaler Leistung

Zur Ermittlung des konkreten Modernisierungsbedarfs führte Unitechnik zusammen mit den Thyssenkrupp-Unternehmensbereichen Produktion, Instandhaltung und Arbeitsschutz sowie der Berufsgenossenschaft Holz und Metall eine sicherheitstechnische Analyse der Anlage durch. Je nach Gefährdungspotenzial sowie technologischen Notwendigkeiten wurde die Anlage in unterschiedliche Sicherheitsbereiche unterteilt. Darauf aufbauend erstellte Unitechnik ein Modernisierungskonzept für die Inspektionsanlage 2. Zusammen mit dem zu erzielenden hohen Sicherheitsstandard gab ein weiterer Parameter den Rahmen für den Lösungsvorschlag vor: Die Modernisierungsmaßnahmen durften die Leistungswerte der Anlage nicht negativ beeinflussen.

Das Konzept umfasste neben der Implementierung von elektrischen, mechanischen und hydraulischen Sicherheitseinrichtungen auch die Modernisierung der gesamten Antriebs- und Steuerungstechnik inklusive einer neuen Anlagenvisualisierung.

Automatisierung: ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg

In ihrer 45-jährigen Geschichte wurde die Inspektionsanlage regelmäßig modernisiert und mit neuen Maschinen ausgestattet. Die Herausforderung von Unitechnik war demzufolge, Komponenten von verschiedenen Herstellern und mit unterschiedlichen Schnittstellen in das Sicherheitskonzept zu integrieren. Die Automatisierung ehemals manueller Arbeitsschritte war dabei ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. So ermöglicht eine neue Messtechnik mit Laserlichtschranken das automatische Aufbringen der Coils auf die Haspel. Durch Überleiteinrichtungen, wie Tische und Förderbänder, gelangt das Band nun ohne manuelle Eingriffe bis zur Schweißmaschine. Auch das Ausrichten des jeweiligen Bandanfanges und Bandendes in der Schweißmaschine erfolgt heute automatisiert.

Durch die Modernisierung profitiert Thyssenkrupp Steel Europe neben einer modernen Sicherheitstechnik von kürzeren Rüstzeiten und einer deutlichen Reduzierung der manuellen Arbeitsschritte. Ein effizienter Betrieb der Anlage ist damit langfristig gesichert.

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