Integralbauteile

Integralbauteile aus hochfestem Aluminium zerspanen

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Neue Maschine ermöglicht neue Aufträge

„Viele glauben, dass für Aluminiumzerspanung leichte Maschinen genügen“, argumentiert Klaus Dieter Jung, „aber das kann man so nicht sagen. Wir zerspanen hochfestes Aluminium mit einer Zugfestigkeit über 500 N/mm2 aus dem Vollen. Dafür benötigen wir ein starkes Drehmoment und wollen hohe Drehzahlen nutzen. Ohne Masse und die damit verbundene Steifigkeit funktioniert das nicht.“ Die Sigma Leader 6 konnte nicht nur beim obligatorischen Jung-Test überzeugen, bei dem ein Fräser voll umschlungen durchs Prüfbauteil fährt. Auch in der Praxis hat sie sich bewährt und sogar Aufträge ermöglicht, die Jung vorher hätte ablehnen müssen.

Ein Jahr später entschied sich Jung für eine OKK HM-X6000. Den japanischen BAZ-Hersteller vertritt teamtec bereits seit zehn Jahren. Eine Zeit, in der bei den teamtec-Mitarbeitern großes Fräs-Know-how gewachsen ist, das den Kunden in vielfältiger Weise bis hin zur Applikationsbetreuung zugutekommt. Das fünfachsige Fräszentrum ist für Jung eine klassische Ersatzinvestition, mit welcher der Lohnfertiger seinen Maschinenpark auf technisch modernstem Niveau hält. „Im Vergleich zu unseren bisherigen Maschinen konnte die OKK HM-X6000 bei den Leistungsdaten noch was drauflegen, sodass wir damit für die Zukunft gut gerüstet sind.“

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Das horizontale Bearbeitungszentrum wird von der aktuellen Fanuc-CNC gesteuert, verfügt über einen steifen Maschinenaufbau und bietet in der fünften Achse ein Gegenlager. Auch mit einem Verfahrweg in X von 1 m übertraf sie ihren Vorgänger. „Die hohe Konturtreue kann man messtechnisch kaum noch erfassen. Klar, die Maschine erreicht eine Oberflächengüte von Ra unter 1 µm. Aber bei unseren Kunden zählt auch die Optik, und die auf der OKK HM-X6000 hergestellten Teile sehen einfach gut aus.“ Nach über einem Jahr kennt Jung seine Maschine genau und kann dementsprechende Kapazitäten anbieten. „Schließlich bin ich nicht nur für die Fertigung, sondern auch für den Vertrieb zuständig“, sagt der Firmenchef. Als ideales Einsatzfeld hat er unter anderem medizinische Geräteteile ausgemacht. Diese sehen oft unscheinbar aus, haben jedoch zahlreiche Schrägen zu bearbeiten. Weil dies auf drei- oder vierachsigen Maschinen komplizierte Vorrichtungen erfordert, erachtet er die fünfachsige Bearbeitung und dementsprechend einfache Aufspannung als wirtschaftlicher.

Aktuell hat sich Jung zum Kauf einer weiteren OKK-Maschine entschieden. Das horizontale BAZ HMC500 mit ihren Verfahrwegen 760 mm × 760 mm × 800 mm (in X-, Y- und Z-Achse) und 500er-Palette will er ab Herbst in der Aluminiumzerspanung für Integralteile einsetzen. Dementsprechend stand ein hohes Leistungsvermögen ganz vorne im Anforderungskatalog, gleich neben den obligatorischen Grundbedingungen wie aktuelle Fanuc-Steuerung und ausgeprägte Stabilität. Für den Geschäftsführer steht fest: „Die Maschine hat das Potenzial, unsere bisherigen Bearbeitungszeiten weiter zu reduzieren.“

* Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Wolfgang Klingauf ist Journalist und Geschäftsführer der Agentur für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit k+k-PR GmbH in 86157 Augsburg, Tel. (08 21) 52 46 73, wolfgang.klingauf@kk-pr.de

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