Prüftechnik

Integrierte Messstationen halten Qualitätsniveau hoch

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Fertigung und Qualitätskontrolle bilden eine Einheit

Eine der bedeutendsten Herausforderungen bei der systematischen Einführung der heutigen Qualitätsstruktur war, Fertigung und Qualitätskontrolle zu verschmelzen. Das Ergebnis ist bei einem Blick in die Fertigung deutlich zu sehen. CAQ-Messplätze in jeder Maschinengruppe bringen das konsequente Bekenntnis zum Qualitätsmanagement zum Ausdruck (Bild 3).

Diese in den Fertigungsprozess integrierten Messstationen, an denen exakt nach Prüfplan mit den geforderten Messmitteln und in den vorgegebenen Messintervallen die gefertigte Qualität überprüft und dokumentiert wird, gewährleisten ein sehr hohes Qualitätsniveau.

Doch zunächst muss die Qualität produziert werden, und um wirtschaftlich produzieren zu können, müssen – nach Auffassung von Leibold & Amann – Präzisionsteile und Baugruppen je nach Geometrie und Losgröße spezifisch gefertigt werden. Da das Unternehmen nie Spezialist für eine Teilegruppe sein wollte, haben sich die Verantwortlichen entschlossen, mehrere Fertigungsbereiche aufzubauen. Somit können sie heute für jedes Werkstück die wirtschaftlichste Fertigungsweise anbieten (Bild 4).

Der Maschinenpark auf über 10.000 m² kann sich sehen lassen: Es dominiert die Drehbearbeitung mit insgesamt rund 160 Maschinen – vorwiegend Einspindler, aber auch zehn Mehrspindler sowie einige Mehrachsmaschinen und automatisierte Rundtaktmaschinen. Ergänzend besteht eine Schleifabteilung, die Bearbeitungsarten wie Einstech-, Durchgangs- und Konturschleifen abdeckt. Auch für unterschiedliche Nachbearbeitungen ist Leibold & Amann gerüstet: So zählen Läppen, Honen, Sandstrahlen, Glasperlenstrahlen, Induktivhärten, Wärmebehandlung sowie die Oberflächenveredelung zum Angebot.

Zuverlässige und aufwärtskompatible numerische Steuerungen

Dominierender Maschinenhersteller ist Star Micronics, Neuenbürg. Seit vielen Jahren hat sich diese Partnerschaft bewährt, ebenso wie die zum Steuerungs- und Antriebshersteller Fanuc, der bereits die erste, 1984 von Leibold & Amann erworbene CNC-Drehmaschine ausgestattet hatte.

So finden sich in den unterschiedlichen Maschinengenerationen auch Steuerungsmodelle jeden Alters, bis hin zu den modernen CNC. Weil es zur Fanuc-Philosophie gehört, die Steuerungen aufwärtskompatibel zu entwickeln, können dennoch fast alle NC-Programme – auch ältere – auf den neuen Maschinen abgearbeitet werden. Es müssen lediglich geringfügige Änderungen hinsichtlich der Formatierung vorgenommen werden, dann sind sie einsatzfähig.

(ID:42228876)