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Schweißen

Laser-Remote-Schweißanlagen vereinen Schnelligkeit und Flexibilität

10.08.2009 | Autor / Redakteur: Peter Wulf / Rüdiger Kroh

Der Laser-Remote-Schweißprozess verkürzt deutlich die Bearbeitungszeit. Bilder: Bergmann & Steffen
Der Laser-Remote-Schweißprozess verkürzt deutlich die Bearbeitungszeit. Bilder: Bergmann & Steffen

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Die Laser-Remote-Technik reduziert bei Vielpunktschweißungen in der Blechbearbeitung unproduktive Nebenzeiten auf ein Minimum. Die Zeitersparnis beträgt im Vergleich zu den konventionellen Produktionsmethoden etwa 30%, die Einsparung von Produktionsfläche sogar rund 70%.

Bei der Laser-Remote-Technik wird mittels eines in zwei Achsen drehbaren Spiegels eine Positionierung des Laserstrahlfokus in der Ebene generiert. Bedingt durch die großen Brennweiten der Fokussieroptik bewirken kleine Auslenkungen des Spiegels bereits lange Wege in der Ebene und damit verbunden auch sehr schnelle Positionierungen des Fokus an verschiedenen Schweißpositionen.

Mit Hilfe dieses Prinzips werden Vielpunktschweißungen in der Blechbearbeitung revolutioniert, da unproduktive Nebenzeiten auf ein Minimum reduziert werden. Dieses Verfahren ist besonders geeignet für große, überwiegend flache Bauteile, die eine hohe Anzahl an Fügeverbindungen aufweisen.

Mit Systemen von Bergmann & Steffen lassen sich bis zu 200 Schweißverbindungen pro Minute erzeugen und so Widerstandspunktschweißungen substituieren. Damit entwickelt eine einzige Laser-Remote-Schweißanlage die Produktivität von zehn konventionellen Widerstandspunktschweiß-Robotern.

Laser-Anwendungen mit Rofin-Rechnik realisiert

Bergmann & Steffen hat ein Fertigungskonzept zum Laser-Remote-Schweißen für Automobilteile entwickelt. Es basiert auf einem Rundschalttischkonzept, das wahlweise im 90°- oder 180°-Betrieb und entweder mit ein, zwei oder drei Einlege- und Entnahmepositionen ausgerüstet sein kann. „Selbstverständlich ist dieses System auch für viele andere Produkte einsetzbar“, sagt Uwe Bergmann, geschäftsführender Gesellschafter der Bergmann & Steffen GmbH. „Die Leistungsfähigkeit dieses Systems ist natürlich wichtig, wir haben aber gelernt, dass die Flexibilität heute eine mindestens ebenso große Rolle für unsere Kunden spielt.“

Die Kombinationsmöglichkeiten sind vielfältig. Über die verwendete Vorrichtungsanzahl, die Kombination verschiedener Produkte auf einer Anlage, die Anzahl der Bediener und die Betriebsart kann flexibel reagiert werden. Weitere Vorteile sind die geringe benötigte Stellfläche (7 m × 8 m) und eine segmentierte Bauweise, die sowohl Transportkosten als auch Montage-/Demontage- und Inbetriebnahmezeiten reduzieren.

Alle bisherigen Anwendungen wurden, aufgrund der für lange Brennweiten (bis 1800 mm) erforderlichen hohen Stahlqualitäten und der einfachen Handhabung, mit Rofin-CO2-Slab-Lasern und Rofin-Scannertechnik realisiert.

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