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Diamantwerkzeug-Bearbeitung Laser-Weltpremiere schärft das härteste Material der Welt

| Redakteur: Peter Königsreuther

Egal ob als CVD- oder PKD-Schicht – Diamant macht Zerspanungswerkzeuge richtig bissig. Doch ihn zu bearbeiten, ist eine Herausforderung. Ein neuartiges Laserverfahren steigert nun sogar das machbare Geometriespektrum.

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Der Laser schärft auch das härteste Material der Welt in Sachen Zerspanungswerkzeuge: Schneidkantenradius und Oberflächenrauheit vor und nach der Bearbeitung mit Smartsharpening auf der Anlage Lasersmart 510 von Rollomatic.
Der Laser schärft auch das härteste Material der Welt in Sachen Zerspanungswerkzeuge: Schneidkantenradius und Oberflächenrauheit vor und nach der Bearbeitung mit Smartsharpening auf der Anlage Lasersmart 510 von Rollomatic.
(Bild: Rollomatic )

Die spanend zu bearbeitenden Materialien, wie CFK und GFK, Graphit, Hybridbauteile, Edelmetalle und nichteisenhaltige Werkstoffe werden immer öfter von Kunden gewünscht, damit ihre Ideen umsetzbar sind, sagt Rollomatic. Einige davon sind sprod-hart, andere zäh-elastisch. Die Bearbeitung der Trendwerkstoffe ist deshalb auch für Zerspanungspraktiker nicht immer trivial. Und auch die üblichen Bearbeitungswerkzeuge werden dabei hochbelastet. Um Letzteren eine maximal mögliche Standzeit zu geben, braucht es also Schneidstoffe, die härter im Nehmen sind. Dazu gehören PKD (Polykristalliner Diamant) und CVD-Diamant (Appliziert durch das Verfahren Chemical Vapour Deposition) zum Einsatz, erklärt Rollomatic. Doch wie schleift man den härtesten Stoff der Welt dann so, dass das Werkzeug scharf ist und klar definierte Schneidkanten entstehen, stellt sich der Eine oder Andere vielleicht die Frage? Die Antwort kann Rollomatic geben, denn der Schleifmaschinenexperte aus dem Schweizerischen Le Landeron biete mit der Lasersmart 510 sowie einer Weltpremiere, dem neuem Smartsharpening-Prozess, genau das richtige Rüstzeug für die Diamantwerkzeug-Bearbeitung.

Automatisch zur absolut scharfen Diamantschneide

Für manche Werkzeugtypen, heißt es weiter, sind CVD-Diamantschichten der ideale Schutz. Doch es gibt einen Nachteil, denn diese Beschichtung verrundet die Schneidkanten sehr stark, was die Performance desselben beeinträchtigt. Und manchmal sind aber absolut scharfe Schneiden für die Bearbeitung ein Muss. Ist das die Herausforderung, so könne die Lasersmart 510 ihre Vorteile richtig ausspielen. Denn Rollomatic hat mit Smartsharpening einen Prozess entwickelt, der auch das Schärfen von relativ dicken CVD-Beschichtungen ermöglicht, betonen die Schweizer. Damit das klappt, erkennt die Maschine mikrometergenau die Lage der beschichteten Schneidkante. So kann das System deren exakte Form und Position bestimmen. „Daraufhin trägt der Laser gerade so viel Beschichtungsmaterial ab, dass die Schneidkante die gewünschte Schärfe erhält. Das Werkzeug wird dabei also scharf, aber die schützende Beschichtung bleibt intakt“, erklärt Sven Peter, Produktmanager Laser bei Rollomatic. Außerdem könne die Schärfe der Schneiden sogar im Nachhinein angepasst werden, was ganz neue Perspektiven bei der Gestaltung von Diamant-Zerspanungswerkzeugen eröffne.

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Bearbeitungsspeed von 1 auf 5 mm/min erhöht

Fertigungsprozesse können erfahrungsgemäß auch nie schnell genug ablaufen, heißt es, weshalb die Anwender den winkenden Zeitgewinn durch die neue Rollomatic-Maschine begrüßen werden. Denn im im Vergleich zur Vorgängerin, der Lasersmart 501, habe man die Bearbeitungszeit auf der Lasersmart 510 um rund 450 % verringern können. „Mit Blick auf die herkömmlichen Fertigungsmethoden ist das enorm, denn beim Erodieren oder Schleifen von Metall erreicht man Bearbeitungsgeschwindigkeiten von höchstens 1 mm/min. Unser Lasersystem schafft aber durchaus auch 5 mm/min! Damit sind die üblichen Prozesse im wahrsten Sinne des Wortes abgehängt“, betont Peter.

Doch bei allem Jubel dürften bei diesem Tempo weder die Rechenzeit noch der Programmieraufwand zu Hemmschuhen werden. Rollomatic setzt deshalb parallel auf die neueste Generation der Smartmachining-Software, mit der sich scharfe Diamantwerkzeuge besonders schnell und einfach konstruieren lassen, sagt das Unternehmen. So würden optimale Bearbeitungswege vom Programm vorgeschlagen, visualisiert und kontrolliert. Damit können auch unerfahrenere Anwender bei der Programmierung klarkommen, Fortgeschrittene hätten vollen Zugriff auf die alle Möglichkeiten.

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