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AHC Oberflächentechnik Laserverfahren zur selektiven Oxidation von Aluminiumoberflächen vor der Serienreife

| Redakteur: Stéphane Itasse

Aus der Idee, ein Beschichtungsverfahren ohne Chemie zu betreiben, hat AHC Oberflächentechnik ein neuartiges Verfahren zur Oxidation von Aluminiumoberflächen entwickelt. Hiermit könnten Bauteile partiell vor Verschleiß und auch Korrosion geschützt werden. Eine Pilotanlage befindet sich laut Mitteilung von AHC im französischen Werk Faulquemont. Nun stehe das Verfahren vor der Serienreife.

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Das Aluminiumbauteil enthält Flächen, die mit dem neuen Lasox-Coat-Verfahren beschichtet sind.
Das Aluminiumbauteil enthält Flächen, die mit dem neuen Lasox-Coat-Verfahren beschichtet sind.
(Bild: AHC Oberflächentechnik)

Bei dem mit Lasox-Coat bezeichneten Verfahren von AHC Oberflächentechnik handelt es sich nach Angaben des Unternehmens um eine selektive Oxidation von Aluminiumoberflächen mittels Laser. In einer Sauerstoffatmosphäre werde der Laserstrahl auf die Oberfläche eines Werkstücks gerichtet. Unter dem Einfluss des Lasers würden Legierungspartikel beginnen, zu schmelzen und zu verdampfen. Das Sauerstoffplasma, welches aus ionisierten Atomen besteht, und ein Teil des geschmolzenen Aluminiums reagierten zu Aluminiumoxid (Korund, Al2O3), welches nun die behandelte Oberfläche bedecke.

Härte der Aluminiumoberfläche kann um bis zu 50 % gesteigert werden

Die Korundschicht hat laut AHC eine Dicke von etwa 6 bis 10 µm, während die Umschmelzzone etwa 100 µm stark ist. Die Härte des Aluminiumoxids betrage circa 2000 HV. Die Härte der Umschmelzzone hänge von der verwendeten Legierung ab. Bei siliziumhaltigen Legierungen (Si > 8 %) könne die Härte um 50 % gegenüber der Härte der ursprünglichen Legierung gesteigert werden.

Der große Vorteil im Vergleich zu galvanischen Prozessen bestehe im Verzicht auf Prozesschemikalien wie Elektrolytsäuren. Es bildeten sich zudem prozessbedingt keine Poren in der Aluminiumoxidschicht, was die hohe Härte erkläre.

Bereits im Grundmaterial vorhandene Poren würden das Schichtwachstum negativ beeinflussen. Siliziumkörner im Grundwerkstoff unterstützten das Wachstum einer dicken, aber leicht raueren Schicht. Sogar Aluminiumlegierungen mit Siliziumgehalten über 20% können mit Lasox-Coat beschichtet werden, wie es heißt.

Beschichtungsverfahren kann Beschriftungen, Linien oder komplexe Muster erzeugen

Mit dem selektiven Beschichtungsverfahren ließen sich Beschriftungen, einzelne Linien oder komplexe Formen und Muster erzeugen. Flache Oberflächen würden bevorzugt, jedoch seien auch abgerundete Oberflächen beschichtbar. Das Lasox-Coat-Verfahren ist laut Hersteller auch für die Integration in eine bestehende Fertigungslinie vorgesehen. Es eigne sich am besten zum Verschleißschutz, könne aber ebenso zur Reduzierung von Korrosion auf einem Werkstück eingesetzt werden.

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