Trauer Mayr Antriebstechnik trauert um Seniorchef Fritz Mayr

Quelle: Pressemitteilung von Mayr Antriebstechnik

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Nach über 50 Jahren als Entscheider von Mayr Antriebstechnik ist Fritz Mayer im Alter von 96 Jahren am 18. Januar 2023 verstorben, wie das Unternehmen berichtet und dabei zurück blickt.

Im Alter von 96 Jahren ist der Geschäftsführer von Mayr Antriebstechnik, Herr Fritz Mayr kürzlich verstorben, wie das Unternehmen berichtet. Das Familienunternehmen trauert um einen Geschäftsführer, der über 50 Jahre die Geschicke leitete.
Im Alter von 96 Jahren ist der Geschäftsführer von Mayr Antriebstechnik, Herr Fritz Mayr kürzlich verstorben, wie das Unternehmen berichtet. Das Familienunternehmen trauert um einen Geschäftsführer, der über 50 Jahre die Geschicke leitete.
(Bild: Mayr Antriebstechnik / Eddie)

Fritz Mayr wurde am 3. April 1926 geboren. Er begann nach seiner Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft (erst 1947) ein Jahr darauf sein Maschinenbaustudium an der Technischen Universität in München. Dieses schloss er 1952 als Dipl-Ing. ab. Nach Anfangsjahren als Jungingenieur bei der Württembergischen Metallwarenfabrik (WMF), trat er im Jahr 1956 in dritter Generation in den Familienbetrieb in Kaufbeuren ein. Das Unternehmen war Ende des 19. Jahrhunderts als Mühlschreinerei gegründet worden. Und auch in den 50er-Jahren produzierte man dort weiter Komponenten für die damals typische Antriebstechnik, wie etwa Flachriemenscheiben. In der direkten Nachkriegszeit kam mit der Gablonzer Industrie zudem eine neue Kundengruppe hinzu. Deren Kernprodukte waren Schmuck, Accessoires und dekorative Elemente aus verschiedensten Materialien, wie Glas, Stein oder unedle Metalle. Der Bedarf an industriellen Komponenten war damals schon groß, nachdem der Großteil der Unternehmen bei null anfing. Mayr konnte helfen, und belieferte die Unternehmen mit allem, was sie brauchten. Darunter fanden sich Schleifscheiben für die Bearbeitung von Glassteinen, Ober- und Seitenstechermaschinen zur Herstellung von Knöpfen, Hebel- und Spindelpressen mit bis zu 10 Tonnen Druckkraft, Graveurkugeln und Lampendruckzangen. Aber auch schon erste zukunftsweisende Innovationen entstanden in dieser Zeit. So automatisierte Fritz Mayr, der als Enkel des Gründers neben seinem Vater damals bereits geschäftsführend tätig war, den damals noch vorherrschenden Handspritzguss.

Hidden Champion der Antriebstechnik aus dem Allgäu

Ein Durchbruch im Bereich der Antriebstechnik gab dem Unternehmen in dieser Zeit einen entscheidenden Impuls. Gemeint ist die Entwicklung der Sicherheitskupplung. Es gab bereits Möglichkeiten zur Drehmomentbegrenzung, doch waren diese nicht das, was sich Fritz Mayr unter einer hochwertigen Kupplung dieser Art vorstellte. Sicherheitskupplungen, wie sie heute üblich sind, gab es also nicht. Doch Fritz Mayr erkannte seine Chance, selbst für eine qualitativ überlegenes System sorgen zu können. Mit Sicherheitskupplungen für Gehäuselüfter gelang der Mayr dann ein erfolgreiches Debüt in diesem Bereich. Und 1963 kamen die EAS-Sicherheitskupplungen auf den Markt und entwickelten sich schnell zum stärksten Umsatzbringer. Zwei Jahre danach übernahm Fritz Mayr offiziell die Geschäftsführung von seinem Vater und war bis zu seinem Tod Teil der Geschäftsführung.

Fritz Mayr war ein familienorientierter Stabilitäts-Fan

Die Ausgangsbasis in Kaufbeuren war durch das stetige Wachstum in der Nachkriegszeit aber bald zu beengt. Lediglich 1.400 Quadratmeter Fläche standen zur Verfügung, die das Unternehmen seit der Gründung 1897 nutzte. Im Jahr 1972 erfolgte schließlich der Umzug nach Mauerstetten, dem jetzigen Hauptsitz. Inzwischen erstreckt sich das nutzbare Gelände über 33.000 Quadratmeter. Rund 750 Beschäftigte gehen hier ihrer Arbeit nach.

International ausgerichtet ist Mayr Antriebstechnik bereits seit den 1960er-Jahren. Vertretungen und Niederlassungen in immer mehr Ländern sorgten für Präsenz in den Märkten. Mit der Gründung eines Werkes in Polen 1994 und einem weiteren in China zehn Jahre später wurde schließlich auch die Produktion international. Die weltweite Präsenz nutzte das Unternehmen immer wieder, um mit technischen Innovationen neue Bereiche zu erobern. Im Jahr 1997 wagte man beispielsweise den Schritt in die Aufzugbranche und erreichte bis heute die Marktführerschaft bei Aufzugbremsen.

Nicht zuletzt: Das Wichtigste war für Fritz Mayer die Stabilität als Geschäftsprinzip, was sich von den Produkten über deren Lieferung bis hin zu den Arbeitsplätzen erstreckt. Selbst in Zeiten von Rezession konnte das Unternehmen deshalb immer alle Arbeitsplätze erhalten. Stabilität zeigt sich auch durch die Gründung der Beteiligungsgesellschaft „Mayr Familien KG“ im Jahr 2015, mit der eine solide Basis für die zukünftige Gesellschafterstruktur geschaffen wurde.

Die Beisetzung von Fritz Mayr fand 24. Januar 2023 auf dem Friedhof in Mauerstetten statt. (pk)

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