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120 Jahre MM

„Meilensteine der Industrie“ – MM würdigt Spitzeninnovationen

| Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Jürgen Schreier

Der MM wird 120 Jahre alt. Das würdigt er mit der crossmedialen Serie „Meilensteine der Industrie“ herausragende Innovationen der letzten 120 Jahre.
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Der MM wird 120 Jahre alt. Das würdigt er mit der crossmedialen Serie „Meilensteine der Industrie“ herausragende Innovationen der letzten 120 Jahre. (Bild: fotodo - Fotolia.com)

Der MM wird 120 Jahre alt - er feiert sich allerdings nicht selbst, sondern würdigt mit der crossmedialen Serie „Meilensteine der Industrie“ herausragende Innovationen der letzten 120 Jahre. Große und kleine Unternehmen aus dem In- und Ausland haben dazu beigetragen, dass der Maschinenbau Motor der Weltwirtschaft geworden ist.

Hochinnovativ, wettbewerbsstark und auf allen wichtigen Märkten der Welt vertreten - so präsentieren Verbandsfunktionäre und Politiker gerne die deutsche Industrie. Ein Blick in die jüngste Statistik des Europäischen Patentamtes (EPA) sorgt hingegen für eine gewisse Ernüchterung. So wurden 2013 die wenigsten Patentanmeldungen von europäischen Unternehmen eingereicht. Rund zwei Drittel der Anmeldungen beim EPA waren nichteuropäischer Herkunft. 24 % der Patentanträge stammten aus den USA, 20 % aus Japan. Deutschland schaffte mit mageren 12 % gerade noch den Sprung aufs Siegertreppchen.

Viele Mittelständler scheuen Aufwand und Kosten einer Patentanmeldung

Ist das das „Land der Dichter und Denker“ zum Land der Dichter ohne Denker geworden? Sicherlich nicht! Denn ob die Zahl der Patentanmeldungen wirklich ein guter Indikator für die Innovationskraft einer Volkswirtschaft ist, darf bezweifelt werden.

So wird die Top-Ten-Liste der Patentanmelder von Großkonzernen angeführt, von Samsung, Siemens, Philips, BASF und Bosch. Viele Mittelständler scheuen aber Aufwand und Kosten einer Patentanmeldung, ohne deswegen weniger innovativ zu sein. Nicht wenige von ihnen sind sogar „Hidden Champions“, um einen Begriff von Hermann Simon zu gebrauchen. Unter Hidden Champions versteht der Publizist Unternehmen, die auf ihrem Gebiet Herausragendes leisten, aber nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen.

Der Maschinenbau: die Branche der heimlichen Gewinner

Solche „heimlichen Gewinner“ findet man natürlich auch im deutschen Maschinenbau, denn 87 % der Maschinenbauer gehören hierzulande dem industriellen Mittelstand an. Nach Angaben des Branchenverbandes VDMA erwirtschafteten Deutschlands Maschinenbauunternehmen 2012 rund 23 % ihrer Umsätze mit neuen oder deutlich verbesserten Produkten. Sieben von zehn haben von 2010 bis 2012 mindestens eine Produkt- und/oder Prozessinnovation eingeführt. Von wegen „Land ohne Denker“!

Welches (Zukunfts-)Potenzial in diesem Wirtschaftszweig steckt, muss schon Carl Gustav Vogel geahnt haben, als er 1894 den „Maschinenmarkt“ im thüringischen Pößneck gründete und die Maschinenbauer mit einem neuen „Offertenblatt“ konfrontierte, das mit einem innovativen Vertriebskonzept, dem Wechselversand, an die Leser gebracht wurde.

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