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1959 rollte in Aschaffenburg der erste Linde-Stapler vom Band und wurde auf der Hannover-Messe präsentiert. Mit Hydrostatik, Doppelpedalsteuerung und Zentralsteuerhebel setzte das Fahrzeug unter dem damaligen Namen „Hubtrac“ Maßstäbe für Fahr- und Bedienkomfort – und das taten und tun auch alle seine Nachfolger – so zum Beispiel auch die aktuelle Baureihe 39X, die ohne mechanische Untersetzungsstufe auskommt. Das letzte Drittel des 20. Jahrhunderts stand für das Unternehmen im Zeichen internationaler Expansion und des Aufbaus eines Komplettprogramms für Flurförderzeuge im Rahmen der KION Group. Im August 2012 gaben KION und das chinesische Unternehmen Weichai Powers ihre Vereinbarung zu einer langfristigen strategischen Partnerschaft bekannt.
Eine Pumpenreihe definiert eine internationale Norm
In einer Zeit, als jeder Hersteller seine Pumpen nach eigenem Gusto baute, entstand bei vielen Anwendern der Wunsch nach einer Norm, der alle Hersteller folgen sollten. Kurzerhand erhob man die Baureihe Eta von KSB zum Standard – und dennoch passt sie der Frankenthaler Hersteller für die Kunden individuell an, was zunächst paradox klingen mag, zumal diese Feinabstimmung keine einfache Aufgabe für die KSB-Produktionsorganisation ist.
Und so geht's: Bei jeder Pumpe kann der Kunde den Außendurchmesser des Kreiselpumpenlaufrades durch Abdrehen an den Betriebspunkt anpassen lassen. Damit wird es möglich, die verlangten Förderhöhen innerhalb einer Pumpenbaugröße durch unterschiedliche Laufraddurchmesser zu erreichen, was beträchtlich Energie einspart. Der Laufraddurchmesser geht in der vierten Potenz in die Leistungsaufnahme ein.
Dieses Meilenstein-Konzept hatte KSB bereits 1911 erdacht und in den Pumpen der Monos-Baureihe umgesetzt. Der entscheidende Schritt kam jedoch in den 1930er-Jahren, als Dr. Fritz Krisam die einstufigen Kreiselpumpen ordnete und in einer Baureihe zusammenfasste. Aufgrund ihres sehr guten Wirkungsgrades erhielt die Baureihe die Bezeichnung Eta, denn bekanntlich steht der griechische Buchstabe η in der Technik für den Wirkungsgrad. Die Markteinführung erfolgte 1935.
Ein hoher Wirkungsgrad prägte auch das Handeln der Messemacher in Hannover. Denn um aus einer kunterbunten Nachkriegs-Exportmesse, die 1947 in zwei Hallen auf dem Gelände einer stillgelegten Metallfabrik in Laatzen stattfand, die größte Investitionsgütermesse der Welt zu schmieden, brauchte man ganz viel „Eta“. Dabei mag der wirtschaftliche Erfolg der ersten „Exportmesse Hannover“ beflügelnd gewirkt haben. Immerhin wurden fast 2000 Abschlüsse im Wert von 31,6 Mio. Dollar getätigt.
Deutschlands erste Exportmesse wird zum Exporteur von Messen
In den 1970er-Jahren kam dann mächtig Bewegung in die deutsche Messelandschaft. Komplette Branchen verabschiedeten sich aus Hannover, neue Fachmessen entstanden in Hannover, was der Hannover Messe schließlich den Titel „Mutter aller Messen“ eintrug. In Hannover wurde „umgebaut“. Aus bisher 29 Marktplätze wurden 12. Fünf der neuen Messen waren nun die weltgrößten ihrer Art und damit Weltleitmessen.
Doch holte die Hannover Messe nicht nur die Welt nach Deutschland, sondern begab sich selbst mit eigenen „Messeablegern“ auf ferne Märkte, womit man quasi die Reise von der ersten Exportmesse zur Nummer eins in der (Messe-)Welt antrat. Die erste Auslandsmesse fand 1991 in Shanghai mit der PTC Asia statt. Seit 2001 betreibt die Deutsche Messe mit Partnern Chinas größtes Messegelände, das Shanghai New International Expo Centre bei Shanghai.
Weitere Infos zur Meilenstein-Serie unterwww.maschinenmarkt.de/meilensteine
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