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Robotik Mensch und Roboter kommen sich näher

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Mensch und Roboter sollen in Zukunft vermehrt ohne Schutzzaun zusammenarbeiten. Auf der Fachtagung Mensch-Roboter-Kooperation wurde aufgezeigt, was beim Thema Sicherheit noch zu tun ist und wie man Roboter intuitiv programmieren kann. Die Robotik stößt so in neue Einsatzfelder vor.

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„Die Robotik befindet sich an einem Wendepunkt und entwickelt sich über die klassische Industrierobotik hin zum modernen Assistenzroboter”, urteilt Dr. Norbert Elkmann, Geschäftsffeldleiter Robotersysteme beim Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF.
„Die Robotik befindet sich an einem Wendepunkt und entwickelt sich über die klassische Industrierobotik hin zum modernen Assistenzroboter”, urteilt Dr. Norbert Elkmann, Geschäftsffeldleiter Robotersysteme beim Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF.
(Bild: Kroh)

Die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter wird zukünftig anders aussehen. „Die Robotik befindet sich an einem Wendepunkt und entwickelt sich über die klassische Industrierobotik hin zum modernen Assistenzroboter”, urteilt Dr. Norbert Elkmann, Geschäftsffeldleiter Robotersysteme beim Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF. Seine Prognose: „Wir werden bald an vielen Stellen Roboter erleben, die uns bei unseren Aufgaben aktiv unterstützen und nicht mehr von Schutzzäunen getrennt von uns arbeiten.”

Vorteile der manuellen Tätigkeit mit denen der Automatisierung kombinieren

Auf der Fachtagung Mensch-Roboter-Kooperation (MRK) des Fraunhofer IFF in Magdeburg diskutierten mehr als einhundert Vertreter aus Forschung und Industrie über die Themen Sicherheit, multimodale Interaktion, intuitive Roboterprogrammierung und neue Einsatzbereiche für Assistenzroboter. „Wir wollen die Vorteile der manuellen Tätigkeit mit denen der Automatisierung kombinieren, um so Wandlungsfähigkeit in der Produktion zu erzeugen”, erläuterte Dr. Matthias Reichenbach von der Produktions- und Werkstofftechnik der Daimler AG in seinem Vortrag.

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Für die zukünftige Umsetzung von MRK-Projekten hat man bei Daimler sechs Cluster gebildet, die von schutzzaunlosen Anwendungen mit Zutrittsbeschränkung über verschiedene Stufen der Kooperation bis zur Kollaboration und mobilen Robotik reichen. Jetzt wolle man untersuchen, welches Cluster dazu geeignet sei, den jeweiligen Arbeitsplatz produktiver zu machen.

Bei BMW sieht man die Mensch-Roboter-Kooperation als einen Teil der Nachhaltigkeit. „Wir wollen die Mitarbeiter bei schweren Arbeiten entlasten und den Footprint der Anlagen verkleinern”, betonte Stefan Bartscher, Leiter Innovationsmanagement bei der BMW Group. So hat der Automobilhersteller in seinem Werk in den USA bereits vier MRK-Zellen für die Verlegen und Anrollen von Türdichtungen installiert.

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