Messtechnik

Messung elektrischer Größen ist die Basis zur Prozessoptimierung

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In Photovoltaikanlagen treten verschiedene neuralgische Punkte auf, an denen eine gezielte Überwachung sinnvoll und notwendig ist. Komponenten wie Solarcheck werden zur Kontrolle einzelner Strings genutzt (Bild 2). Dadurch können vor allem in weit ausgedehnten Anlagen Fehler direkt örtlich zugeordnet und gezielt behoben werden. Die Messtechnik basiert auf Hall-Sensoren, sodass die String-Leitungen zur Messung einfach durch die Löcher im Gerät geführt werden müssen. Je nach Verschaltung der PV-Anlage sind eine oder mehrere Sammelebenen von Strings bis zum Wechselrichter eingebaut. Die Stromüberwachung wird dann über Gleichstrom-Messumformer realisiert. Damit werden Ströme bis zu mehreren Hundert Ampere erfasst und stehen ebenfalls zur gezielten Zuordnung von Fehlern oder Verlusten zur Verfügung. Der Strommessumformer kann neben Gleichströmen auch Wechselströme und stark verzerrte Ströme in einem breiten Frequenzspektrum sicher messen.

Echteffektivwert-Messung bei nicht konstantem Stromverbrauch

Normalerweise sollte kein Unterschied zwischen Effektiv- und Echteffektivwert bestehen. Es gibt aber immer mehr Verbraucher, die keinen konstanten Strom ziehen, sondern nur kurze Impulse, wie etwa Frequenzumrichter zur Drehzahlregelung. Deshalb weichen diese Spannungsformen erheblich von der Sinusform ab, was dazu führt, dass eine reine Effektivwert-Messung ungenau wird. Die Echteffektivwert-Messung zeigt hingegen den tatsächlichen Wert eines Wechselstroms an – und zwar unabhängig von der Signalform und vorhandenen Verzerrungen. Außerdem werden Oberschwingungen in großer Bandbreite mit erfasst. Sie resultieren aus der 50-Hz-Grundfrequenz und mehreren anderen Sinuswellen, die ein Vielfaches der 50-Hz-Grundfrequenz bilden.

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