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Klaus Raiser

Mit Reibschweißen unterschiedliche Werkstoffe fest fügen

| Autor/ Redakteur: Elmar Raiser / Stefanie Michel

Komponenten sicher und wirtschaftlich fügen ist von essentieller Bedeutung. Mit dem Reibschweißverfahren ist eine hohe Schweißnahtqualität, kurze Taktzeiten und hohe Prozesssicherheit möglich. Zudem lassen sich unterschiedlichste Materialien vollflächig miteinander zu verbinden – auch Nichteisenwerkstoffe mit Stahl.

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Beim Reibschweißen wird die Energie ausschließlich über die Bewegung der Fügeteile zueinander unter Druck zugeführt. Ist ausreichend Energie zum Fügen der Bauteile eingebracht, stoppt die Rotationsbewegung und die Teile verschweißen vollflächig.
Beim Reibschweißen wird die Energie ausschließlich über die Bewegung der Fügeteile zueinander unter Druck zugeführt. Ist ausreichend Energie zum Fügen der Bauteile eingebracht, stoppt die Rotationsbewegung und die Teile verschweißen vollflächig.
(Bild: Klaus Raiser)

Obwohl Reibschweißen als Fügeverfahren nicht überall bekannt ist, gehört es zu den sichersten Verbindungsverfahren der modernen Fertigungstechnik. Es wird in vielen Branchen, wie beispielsweise der Automobilindustrie oder im Maschinen- und Anlagenbau eingesetzt. Hochwertige Schweißnähte, leicht reproduzierbare Qualitätsstandards und sehr kurze Taktzeiten sind dabei nur einige Vorteile des Verfahrens.

Raiser setzt schon früh auf das Reibschweißen

Die Klaus Raiser GmbH aus Eberdingen fand schon relativ früh in ihrer Firmengeschichte zum Reibschweißen. Fasziniert von der scheinbaren Einfachheit und den Möglichkeiten dieser Technik erwarb Firmengründer Klaus Raiser 1974 die erste Reibschweißmaschine aus Japan vom damals weltweit führenden Anbieter. Ziel war und ist es, die Technologie auch für Betriebe nutzbar zu machen, die weder das entsprechende Know-how noch eine geeignete Maschine besitzen.

Bald wurde das Verfahren – neben der Fertigung von Schweißkonstruktionen und dem Maschinenbau – zum Kerngeschäft. Das ebnete Raiser den Weg vom Handwerksbetrieb zu einem Technologieunternehmen mit heute über 40 Mitarbeiten: Raiser ist einer der Pioniere, die die leistungsfähige Technologie stetig weiterentwickeln und vorantreiben. Zu den Kunden zählen Maschinen- und Anlagenbauer sowie zahlreiche Automobilhersteller und -zulieferer jeder Größenordnung.

Reibung und Druck sorgen für vollflächiges Verschweißen

Das Reibschweißen, ein Pressschweißverfahren, beruht auf den einfachen Parametern Reibung und Druck. Das bedeutet, dass die Energiezufuhr ausschließlich über die Bewegung der Fügeteile zueinander unter Druck erfolgt und nicht wie bei üblichen Schweißverfahren über zusätzlichen Strom.

Beim Rotationsreibschweißen beispielsweise steht ein Fügeteil still und das zweite rotationssymmetrische Bauteil wird in Drehung versetzt. Die entstehende Reibung an der Kontaktfläche verursacht eine Erwärmung des Materials (Bild 1). So bilden sich zwischen den Reibpartnern immer wieder örtlich begrenzte feste Brücken, und es kommt zu einem intensiven Austausch der beiden Werkstoffe im Nahbereich der Fügeebene. Wenn ausreichend Energie zum Fügen der Bauteile eingebracht wurde, wird die Rotationsbewegung schlagartig abgebremst und die Teile unter hohem Druck vollflächig verschweißt.

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