Prozessüberwachung Mit zwei Messsystemen Prozesse besser im Griff

Autor / Redakteur: Andreas Quick / Udo Schnell

Hochwertige Stahlprodukte müssen strengsten Spezifikationen genügen. Eine Kombination aus Dickenmessanlage und anlagenüber-greifendem Messsystem ermittelt neben messanlagenspezifischen Parametern auch weitere Prozess-, Anlagen- und Qualitätsdaten.

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Thermo-Scientific-Sipro-Sondenbügel an einer Warmbreitbandstraße. Zu sehen ist der obere Bügelarm, in dem sich die beiden Röntgenquellen befinden. Das Detektor-Array befindet sich im unteren Bügelarm.
Thermo-Scientific-Sipro-Sondenbügel an einer Warmbreitbandstraße. Zu sehen ist der obere Bügelarm, in dem sich die beiden Röntgenquellen befinden. Das Detektor-Array befindet sich im unteren Bügelarm.
(Bild: Thermo Fisher Scientific)

Steigende Qualitätsanforderungen und strenge Fertigungstoleranzen in der produzierenden Industrie erfordern ein umfassendes System zur Qualitätssicherung und zum Aufzeichnen der Produktdaten für die lückenlose Rückverfolgung. Der Herstellungsprozess muss so beschaffen sein, dass er nicht nur die individuellen Kundenanforderungen berücksichtigt, sondern eine geeignete Messtechnik zur Prozessüberwachung und Produktkontrolle in den Produktionsanlagen etabliert ist. Auf den Herstellungsprozess von Metallblechen beispielsweise wirkt eine Vielzahl verschiedener Einflussgrößen. Um diese Wirkungszusammenhänge für eine qualitätsorientierte Fertigung sicherzustellen, muss der Anlagenbetreiber genaue Kenntnis über die Maschinen-, Prozess-, Material- und Produktdaten erhalten und diese auch langfristig archivieren können. Nur so kann er die einzelnen Prozessparameter überwachen und beim Nichteinhalten von Toleranzen oder beim Auftreten von Fehlern gezielte Maßnahmen einleiten, damit die Qualität und vollständige Rückverfolgbarkeit der Produkte gewährleistet wird.

Thermo Fisher Scientific ist ein führender Anbieter von analytischen Messgeräten und -anlagen, Ausrüstungen, Reagenzien und Verbrauchsmaterialien im Industrie-, Medizin-, Wissenschafts- und Laborbereich. Das Erlanger Unternehmen bietet unter der Marke Thermo Scientific eine vollständige Produktpalette an Dicken- und Schichtdickenmessgeräten zur präzisen Echtzeitmessung von bahn- und bandförmigen, metallischen und nichtmetallischen Produkten. Die Messanlagen für metallische Anwendungen werden etwa in Grobblechgerüsten, Warmbandstraßen, Kaltwalzgerüsten oder Feuerverzinkungsanlagen eingesetzt. Beispielhafte Anwendungsgebiete im nichtmetallischen Bereich sind die Papier- und Verpackungsproduktion, das Herstellen von Flachglas, Textilien und Isolationsmaterial sowie die Kunststoffextrusion.

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Die Messanlage besteht aus der Messmechanik mit Detektoren, dem Messstellenrechner, einer Visualisierungsstation und dem Langzeitarchiv. Für die Langzeitarchivierung der Messdaten und die übergreifende Prozess- und Qualitätsdatenanalyse wird das System der iba AG eingesetzt. „Wenn der Anlagenbetreiber noch weitere Parameter zur Dicken- und Profilmessung hinzunimmt, Daten aus der Regelung in die Messung integriert werden oder Daten von mehreren Messanlagen gleichzeitig ausgewertet werden, behält man den Überblick mit einem System wie dem von iba“, erklärt Gerald Schöppner, Leiter Software-Entwicklung bei Thermo Fisher Scientific. Das Iba-System ist ein PC-basiertes herstellerneutrales System, das den Produktionsprozess an mehreren Stellen in zeitlich gleichen Abständen überwacht, analysiert und die Daten archiviert, um mehrere Prozesskomponenten zueinander in Beziehung zu setzen. So kann das Verhalten komplexer und schneller Prozesse sowie heterogener Automatisierungssysteme analysiert und optimiert werden.

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