Hannover-Messe 2014 Nachhaltige Produktion kürt Award-Gewinner

Redakteur: Claudia Otto

Im Rahmen der Industrial-Greentec-Conference am 9. April hat die Redaktion des Fachmediums Nachhaltige Produktion auf der Hannover-Messe 2014 den Nachhaltige Produktion Award verliehen.

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(v.l.n.r.): Vertreter von SEW, der TU Clausthal, Manz, Altair und Ettenberger nahmen die Nachhaltige Produktion Awards entgegen.
(v.l.n.r.): Vertreter von SEW, der TU Clausthal, Manz, Altair und Ettenberger nahmen die Nachhaltige Produktion Awards entgegen.
(Bild: Deutsche Messe)

Gewinner der Kategorie Energie- und Umwelttechnik ist die Ettenberger GmbH & Co. KG. Das Unternehmen wurde für sein Biomassevergasungsverfahren nach Ronneburg_Sopp ausgezeichnet. Bei dem Verfahren ermöglichen ein neuartiger Reaktor und eine Filtereinheit die Reduzierung der Rückstände in der Biomassevergasung.

Der Award in der Kategorie Automation & IT ging an die Altair Engineering GmbH, die in Zusammenarbeit mit der Manz AG eine vollautomatisierte Prozesskette zur Fertigung lastoptimierter CFK-Bauteile entwickelt hat. Das eingereichte Projekt konnte bei der Jury gleich zweifach punkten: Durch die Automatisierung des Produktionsprozesses wird der großtechnische Einsatz von Faserverbundbauteilen wieder ein Stück wahrscheinlicher und mit der computergestützten Bauteiloptimierung fällt bei jedem Einzelvorgang weniger Verschnitt und damit weniger Abfall an. Zusammengenommen ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit in der Produktion.

CO2-Ausstoß erheblich reduziert

In der Kategorie Forschung & Entwicklung konnte sich das Institut für Umweltwissenschaften der TU Clausthal durchsetzen. Es erhielt die Auszeichnung für das Absorbermodul E-Sorb, was einen neuen Baustein zur Stoffrückgewinnung in der Druckindustrie darstellt. E-Sorb ermöglicht eine Rückgewinnung von organischen Lösemitteln für kleine und mittelständische Firmen des Flexo-Verpackungsdrucks. Die Vorteile des Verfahrens bestehen im Lösemittelrecycling bei gleichzeitig kurzen Amortisationszeiten der Anlagentechnik. Zudem trägt das Absorbermodul zur Reduzierung des CO2-Footprints bei.

Die Kategorie Antriebs- und Fluidtechnik konnte die SEW Eurodrive GmbH & Co. KG für sich entscheiden. Als erstes Unternehmen bietet sie ein Konzept für einen Frequenzumrichter an, das dem Kunden am Ende des Produktlebenszyklus die Rückgabe des Gesamtgeräts ermöglicht. Der Frequenzumrichter MOVI-4-R-U unterstreicht den nachhaltigen „Life Cycle Thinking“-Ansatz des Unternehmens und verkörpert den Einsatz von SEW zum Schutz der Umwelt, zur Einsparung von Rohstoffen und zur Reduktion des CO2-Ausstoßes.

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