Bearbeitungszentren Neue Baureihe soll Burkhardt + Weber zu Wachstum verhelfen

Redakteur: Rüdiger Kroh

Die Technologielücke Drehen hat Burkhardt + Weber in seinem Produktspektrum mit der neuen MCT-Baureihe geschlossen. Die Baureihe besteht aus sechs Maschinentypen, mit denen das zur brasilianischen Romi-Gruppe gehörende Unternehmen bis 2020 rund 50 % seines Umsatzes erzielen will.

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(Bild: Kroh)

Mit der neuen MCT-Baureihe erweitert Burkhardt + Weber sein Spektrum um die Option Drehen auf Fünf-Achs-Bearbeitungszentren. „Unsere Kunden fordern die Integration von immer mehr Technologien in einer Maschine”, begründet Andreas Mittermüller, Geschäftsführer der Burkhardt + Weber Fertigungssysteme GmbH, die Entscheidung für eine vierte Baureihe. Die MCT-Maschinen sind speziell auf Multitasking-Anwendungen mit fräsen, bohren und drehen ausgelegt. Die Möglichkeit des integrierten Horizontal- und Vertikaldrehens soll dabei den zusätzlichen Drehmaschineneinsatz überflüssig machen.

Schon drei Maschinen der MCT-Baureihe verkauft

Die Erwartungen an die neue Baureihe sind bei dem Reutlinger Unternehmen hoch. „Mittelfristig wollen wir 50 % unseres Umsatzes mit den MCT-Bearbeitungszentren erzielen”, ist Mittermüller vom Markterfolg überzeugt. „Die ersten drei Maschinen seien bereits verkauft, zwei davon an Neukunden. Die weiteren Ziele nennt Vertriebsleiter Michael Wiedmaier: „Wir planen in drei Jahren 20 Maschinen und in fünf Jahren 35 Maschinen der MCT-Baureihe jährlich abzusetzen.”

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Vom Start weg sind sechs Modelle verfügbar, die Drehdurchmesser von 300 bis 2000 mm abdecken. Sie haben einen schnelldrehenden Torquetisch für Drehzahlen bis 600 min-1. Die Besonderheit des Tischs ist laut Angaben die sehr aufwendige Kühlung auf der Kopfseite des Motors. Die Hauptspindel ist als schnelle Schwenkspindel ausgeführt. Die Schwenkzeit für 180 ° liegt unter 2 s und das auch bei anliegenden Drehzahlen bis 8000 min-1. Die Drehwerkzeuge werden automatisch aus dem Magazin eingewechselt, jedoch nicht direkt in die Spindel, sondern in einen eigens entwickelten Drehstahladapter. Dieser ist gänzlich von der Spindellagerung entkoppelt.

Erweiterungen bis 2020 geplant

Aktuell erwirtschaftet Burkhardt + Weber einen Jahresumsatz von 50 Mio. Euro. Nach Aussage von Mittermüller ist man von der Fertigungskapazität derzeit bei dieser Summe limitiert. „Daher müssen wir erweitern, um noch wachsen zu können.” Und die Schritte dazu sind bereits geplant. Bis 2017 soll für 10 Mio. Euro eine neue Montagehalle mit 2900 m2 entstehen. Weitere 6 bis 7 Mio. Euro werden in den Neubau der mechanischen Fertigung investiert, der bis 2020 fertiggestellt sein soll. MM

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