Energiewende im Mittelstand

Ökoenergie auf dem Weg in die Unternehmen

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Mit ihrer Stromversorgung bleibt die J. Schmalz GmbH allerdings weiterhin an das Netz gekoppelt. „Nur der Strom aus der Wasserkraftanlage wird direkt bei uns verbraucht, alles andere speisen wir ins Netz ein. Dafür beziehen wir auch Ökostrom von den Elektrizitätswerken Schönau“, erläutert der Geschäftsführer. Auf diese Weise könne der Betrieb auch mit der schwankenden Stromerzeugung aus den erneuerbaren Quellen umgehen – die Aufgabe übernimmt das Elektrizitätswerk. Mit dem Thema Energiemanagement befasst sich das Unternehmen schon länger, künftig wird jedoch auch der Bereich der Energiespeicherung eine wichtige Rolle spielen. Bereits heute wird zurückgewonnene Wärmeenergie im Sprinklertank gespeichert.

Geduld ist nach Auskunft von Wolfgang Schmalz gefragt, wenn es um Neuinvestitionen in Ökoenergien geht: „Wir arbeiten daran, Standorte für eine neue Windkraftanlage zu entwickeln, das ist nicht einfach. Es sind zum Teil dicke Bretter zu bohren.“ Doch den Kurs des Unternehmens bei den erneuerbaren Energien hält er für richtig: „Wenn man solche Sachen technisch und wirtschaftlich machen kann, sollte man das als Unternehmen auch umsetzen.“

Stute strebt autarke Versorgung mit Ökostrom an

Auf dem Weg zu einer autarken Stromversorgung, aber noch nicht am Ziel sieht, sich der Lebensmittelhersteller Stute Nahrungsmittelwerke GmbH & Co. KG in Paderborn. Das Unternehmen erzeugt bereits seit sechs Jahren auf seinem Produktionsgelände grünen Strom, der direkt zum Eigenverbrauch genutzt wird. Neben Wind- und Biogasanlagen – auf dem Produktionsgelände stehen drei eigene Windkraftanlagen – sind mehrere Photovoltaikanlagen mit 1 MW bereits installiert, die erst im vergangenen Jahr um weitere 4 MW erweitert wurden: mehr als 1 MW mit einer Fläche von 11.000 m² wurde auf den Dächern der Produktionshallen und weitere 3 MW über eine neue Freilandanlage mit 50.000 m² direkt neben dem Werk errichtet.

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