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Bilsing Automation

Pneumatik-Spanner: intelligentes High-Speed-Handling in der Warmumformung

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Die Spannkraft lässt sich durch das Verstellen der Spannbacken im Bereich von 150 bis 800 Newton einstellen. Damit wurde zum Vorteil der Anwender eine hohe Standardisierung erreicht, so dass im Vergleich zu den Spannern im Kaltumformbereich mit sieben unterschiedlichen Modellen nur ein bis zwei Standardmodelle zur Abdeckung aller möglichen Einsatzfälle ausreichen. Die Anbindung der Hochtemperatur-Spanner an die Feeder- beziehungsweise Roboter-Toolings erfolgt wie bei den Vorgängermodellen über eine direkte Anbindung oder über die flexibleren Varianten der Zapfen- oder Kugelanbindung. Die hintere Anbindung dieser Befestigungsvarianten entfällt, wenn dort bei entsprechenden Wünschen noch zusätzliche Kontrollfunktionen installiert werden.

Zusätzliche Doppelblechkontrolle

Während die Doppelblechkontrolle im Kaltumformprozess über den Induktionsstrom erfolgt, lässt sich die Doppelblechkontrolle von glühend heißen Platinen nur über das Messen der Blechdicke durchführen. Deshalb muss der Dickenmess-Sensor exakt auf die Blechdicke des zu handhabenden Bleches eingestellt sein. Beim Produktwechsel gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen wird ein neuer Greifer mit entsprechend eingestellten Spannern in den Handhabungsprozess eingewechselt. Man kann aber auch die geänderte Blechdicke direkt am Spanner einstellen. Das erfolgt durch Tippen des Softkies-Schalters.

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Die Dicken-Messungen erfolgen im Toleranzbereich von ±0,01 mm. Im Toleranzbereich von ±0,03 mm erkennt der Sensor Abweichungen. Für die Auswertung der Messergebnisse stellt der Sensor zwei Ausgangssignale bereit: ein analoges und ein digitales Signal. Über das analoge Signal kann man die tatsächliche Höhe der Abweichung auswerten. Der mehrheitlich genutzte digitale Ausgang signalisiert, ob die gemessene Blechdicke in Ordnung ist oder nicht. Über dieses Signal lässt sich der Handhabungsprozess sofort automatisch unterbrechen. Zusätzlich bietet diese Doppelblechkontrolle eine optische Anzeige. Die Signale werden über ein Wegmesssystem der Kolbenstange gemessen. Zwar wird die Doppelblechkontrolle am hinteren Teil des Spanners installiert, aber auch dort herrscht noch eine hohe Temperatur. So wird durch entsprechende konstruktive Maßnahmen auch der Sensor durch die sich entspannende und dadurch kälter werdende Druckluft des Spanners

Platinen effizient und prozesssicher ins Werkzeug legen

Durch einen weiteren Sensor im Gehäuse der Doppelblechkontrolle hat der Anwender die zusätzliche Möglichkeit, den Stand der Kolbenstange abzufragen. Damit wird ein weiteres, unabhängiges Signal zur Realisierung der Prozesssicherheit generiert. Dieses Signal gibt Auskunft darüber, ob der Spanner offen oder geschlossen ist. Ob also die einzulegende Platine sicher aufgenommen und sicher ins Werkzeug gelegt wurde. Dieses Signal erkennt, ob sich der Greifer öffnet und sich deshalb zuverlässig aus dem Schließbereich des Werkzeugs zurückgezogen hat.

Mit dieser Weiterentwicklung des pneumatischen Spanners trägt die Firma Bilsing Automation ihren spezifischen Teil dazu bei, dass das Warmumformen automatisiert und mit einer hohen Sicherheit im Fahrzeugbau genutzt werden kann. Das neue Greifsystem stellt sicher, dass die heißen Platinen effizient und prozesssicher ins Werkzeug eingelegt und aus dem Werkzeug entnommen werden können.

gekühlt.

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