Metav 2016 Qualitätssicherer setzen auf Qualitätsoffensive und Weiterbildung

Autor / Redakteur: Walter Frick, Weikersheim / Udo Schnell

Grundlagenausbildung und eine kontinuierliche Weiterbildung von Qualitätsverantwortlichen in Unternehmen sind mehr als nur ein Kostenfaktor. Vielmehr sind sie Instrumente der Wertschöpfung und eine Investition in die Zukunft. Die Metav 2016 in Düsseldorf will dazu mit der Quality Area das ideale Erfolgskonzept liefern, frei nach Arthur Schopenhauer: „Messen ist nicht alles – aber ohne Messen alles nichts!“.

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Vorteil berührungsloses Messen: Mit dem Laserstrahl lassen sich auch komplizierte Bauteile und Oberflächen in hoher Detailauflösungen erfassen.
Vorteil berührungsloses Messen: Mit dem Laserstrahl lassen sich auch komplizierte Bauteile und Oberflächen in hoher Detailauflösungen erfassen.
(Bild: Faro Europe)

Die Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ), Frankfurt am Main, als eines der größten Netzwerke zur Qualitätssicherung in Deutschland ist nicht nur Partner der Metav, sondern präsentiert als Aussteller auch das eigene Aus- und Weiterbildungsangebot. Dazu Claudia Welker, Geschäftsführerin der DGQ Weiterbildung GmbH: „In Deutschland ermöglichen neun von zehn Unternehmen ihren Mitarbeitern Weiterbildung, um so die Fachkräftebasis in den Be-trieben zu stärken. Die Herausforderungen, denen sich sowohl die Wirtschaft, als auch die produzierenden Unternehmen stellen müssen, verlangen gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter.“ Insbesondere die Qualifizierung der Fachkräfte in Bezug auf spezielle Anpassungsfortbildung einerseits und ganzheitliches, prozessorientiertes Denken andererseits, stellen hohe Ansprüche an Unternehmen.

Qualitätssicherung gilt unabhängig von Branche und Betriebsgröße

Marco Rasper, Produktmanager der DGQ Weiterbildung GmbH für die Lehrgänge Qualitätssicherung und Fertigungsmesstechnik betont: „Gängig ist die Meinung, dass Qualitätssicherung in sensiblen Bereichen wie etwa Medizintechnik oder Luft- und Raumfahrt besonders stark ausgeprägt sein müsste. Das ist sicher richtig – verkennt aber, dass Qualitätssicherung auch in anderen Branchen kein Selbstzweck ist. Vielmehr dient sie dem Ziel, Kunden zufrieden zu stellen, indem man ihre Anforderungen erfüllt oder gar übertrifft und sie diese Produkte kaufen.“ Alles zielt darauf ab, den Erfolg und somit den Bestand des Unternehmens nachhaltig zu sichern: „Qualitätssicherung ist somit ein Beitrag zur Wertschöpfung.

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Mittlere und vor allem kleine Unternehmen stehen oft vor der Herausforderung, die Qualitätssicherung mit ihren Aufgaben und Verantwortungen zu dezentralisieren. Idealerweise, indem man diese auf die Prozesseigentümer überträgt. Von einem einheitlichen Berufsbild des Qualitätsmanagers will Marco Rasper zwar noch nicht sprechen: „Operative Qualitätssicherung und strategisches Qualitätsmanagement bedingen einander auf Augenhöhe. Beide Kompetenzen müssen in den Unternehmen fest verankert sein, zum Tragen kommen und gemeinsam zu kontinuierlichen Verbesserungen führen“.

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