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Zusammenhang zwischen Fugendruck und Drehmoment berechnen
Ein zylindrischer Schrumpfverband überträgt über seine Fugenfläche entweder Umfangs- und/oder Axialkräfte. Den Zusammenhang zwischen dem statisch übertragbaren Drehmoment T und dem erforderlichen Fugendruck p in der Fügefläche mit dem Fugendurchmesser d und der Fügelänge l liefert folgende Gleichung:
T = (π/2) × d² × l × (p/s) × μ.
Für die statisch übertragbare Axialkraft Fa gilt entsprechend:
Fa = π × d × l × (p/s) × μ.
In beiden Gleichungen ist s die Sicherheit gegen Durchrutschen und μ der Haftbeiwert.
Höchste auftretende Vergleichsspannung bestimmt Fugenpressung
Im lastfreien, gefügten Zustand werden Innen- und Außenteil der Schrumpfverbindung aus Radial- und Tangentialspannungen beansprucht; die zulässige Fugenpressung ist durch die höchste auftretende Vergleichsspannung (meist im Außenteil) bestimmt.
Man überführt den aus zwei nicht konzentrischen Kreisen gebildeten Kreisring nach Bild 2 durch eine passende lineare Abbildung [2] mit der komplexen Veränderlichen z nach z = x + i × y, (i = √-1), auf zwei konzentrische Kreise. Eine nochmalige lineare Transformation führt wieder auf die ursprüngliche Geometrie zurück.
Durch die lineare Transformation (D/2) / z = e + (d/2) / (z - e) gehen alle Kreise wieder in Kreise über. Insbesondere geht ein Kreis bei der Spiegelung an einem Kreis wieder in einen anderen Kreis über.
Bild 2 zeigt in der physikalischen Ebene (z-Ebene) den Querschnitt des exzentrischen Kreisrings mit dem Außendurchmesser D, dem Bohrungsdurchmesser d, der Exzentrizität e, dem Fugendruck p sowie die Modellebene (w-Ebene) mit den konzentrischen Kreisen mit dem Außendurchmesser da, dem Innendurchmesser di, und beispielhaft die Spiegelung eines beliebigen Punktes Po am Einheitskreis. Die beiden Spiegelpunkte z1 und z2 erhält man aus der vorherigen Gleichung (siehe Gleichung 1 in der Formelsammlung).
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