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Fördertechnik Routenzug für Outdoor-Einsatz

| Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

CSP Cut Systems Pfronstetten hat einen speziellen Outdoor-Routenzug entwickelt, der dem Unternehmen zufolge sogar Regen und Schnee widersteht. Die Ware wird in diesem Fall mit Rollläden geschützt. Der Zug erreicht bis zu 16 km/h und bewältigt Steigungen bis zu 12 %, Fahrgeschwindigkeit und Hubhöhe passen sich dabei automatisiert der Situation an.

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Jeder Wagen verfügt über ein eigenes Antriebs- und Bremssystem, weshalb der Zug nicht den Einschränkungen der DIN 15172 unterliegt. Zum Schutz der Waren können die Hänger mit Rollläden ausgestattet werden.
Jeder Wagen verfügt über ein eigenes Antriebs- und Bremssystem, weshalb der Zug nicht den Einschränkungen der DIN 15172 unterliegt. Zum Schutz der Waren können die Hänger mit Rollläden ausgestattet werden.
(Bild: CSP)

Routenzüge, mit denen Werkstücke und anderes Material unkompliziert zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen bewegt werden können, haben sich in der Industrie inzwischen vor allem wegen ihrer Kosteneffizienz bewährt. Bei Lagern oder Ladestellen im Freien stoßen die üblichen Modelle CSP zufolge allerdings an ihre Grenzen, da sie nicht für Steigungen, Bodenwellen und die oft schlechten Witterungsbedingungen ausgelegt sind. Um diese Lücke zu schließen, hat das Unternehmen den Outdoor-Routenzug entwickelt.

Bis zu fünf Anhänger mit maximal 1000 kg Zuladung

Bis zu fünf beidseitig be- und entladbare Hänger kann der Outdoor-Zug ITS umfassen, jeder davon mit einer maximalen Zuladung von 1000 kg. Das Transportsystem kann damit auf einer Tour größere Mengen verschieben – etwa Rohware von der Anlieferung im Hof zur Bearbeitung in die Halle oder Werkstücke zwischen Arbeitsschritten in verschiedenen Gebäuden. Da im Gegensatz zur gängigen Transportmethode per Stapler hierbei nur ein Fahrer benötigt wird, sollen sich so die innerbetrieblichen Logistikkosten deutlich senken lassen. Dabei hilft auch, dass sich die Anhänger ganz ohne Umbau für verschiedene Ladungsträgerarten, auch bis zu drei Kleinladungsträger, und Bodenroller von 1200 × 1000 mm bis 800 × 600 mm eignen.

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Diese Sparsamkeit will CSP durch sein Zugkonzept noch verstärken. Statt eines eigenständigen Triebfahrzeugs hat jeder Anhänger seine eigenen Fahrmotoren, der Fahrerstand für den Lenker wird einfach an die vorderste Einheit angekoppelt. Dadurch fallen keine Kosten für das ziehende Fahrzeug an und die Anhänger können flexibler eingeteilt werden. Diese Konstruktion soll den Routenzug zusätzlich wendiger und kürzer machen, was dem Fahrer auf dem Weg zu den Hängern Zeit spart.

Sicherer Transport auch bei Glätte

Wesentliches Kriterium für den Outdoor-Einsatz war die Wetterbeständigkeit des Zuges, weshalb die gesamte Elektrik in einem gut geschützten, trockenen Einbauraum untergebracht ist, der dennoch für etwaige Wartungsarbeiten leicht zugänglich ist. Die Fahrzeuge überstehen dadurch Schnee und Regen unbeschadet, bei sensiblen oder feuchtigkeitsanfälligen Transportgütern können die Wagen zudem mit automatisierten oder manuellen Rollläden ausgestattet werden, die vor Wind und Wetter schützen. Selbst Glätte ist für den Routenzug kein Problem: Die Steuerung erkennt die durchdrehenden Antriebsräder und passt die gewählte Geschwindigkeit an.

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