Serienfertigung

Rundtisch, Transferzentrum oder CNC-Einheit?

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Doch kann der EMO-Besucher auf dem MAG-Stand sehen, welche „Maschinenspielart“ steht im Vordergrund? Berger verrät die Trends: „Im Rahmen unserer Initiative „Intelligent investieren – effizient produzieren“ vertiefen wir auch auf der EMO Hannover 2013 die vorausschauende Planung, Investition für mehr Volumen-, Werkstück- und Technologieflexibilität sowie die Nutzung der schlafenden Reserven von Produktionsanlagen durch bessere Personalqualifikation.“

Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet ein Unternehmen aus Sachsen das Thema. „Innerhalb der Starrag Group und insbesondere bei Heckert haben wir uns mit unserer Produktstrategie nicht auf das Großseriengeschäft spezialisiert“, konstatiert Dr. Eberhard Schoppe, Geschäftsführer der Heckert GmbH in Chemnitz, die zur Schweizer Starrag Group gehört. „Für uns stand stets die Flexibilität der zu lösenden Fertigungsaufgaben durch unsere technischen Lösungen im Vordergrund.“

Maschinenkäufer hat die Qual der Wahl

Bei der Auswahl des richtigen Produktionskonzeptes steht der Maschinenkäufer aber vor der Qual der Wahl. „Im Bereich unserer Fertigungslösungen mit dem Trend zur Automatisierung und der Bewahrung eines hohen Flexibilitätsgrades kristallisieren sich vor allem Palettenspeichersysteme und Overhead-Transfersysteme heraus“, beobachtet Heckert-Geschäftsführer Schoppe. „Die zunehmende Produktvarianz bei unseren Kunden führt letztendlich zu einem abnehmenden Seriencharakter und zu einer steigenden Auslegung von Automatisierungslösungen mit Palettenspeichersystemen.“ Bei der Großserienfertigung ist laut Schoppe etwa jede vierte Heckert-Maschine daher bereits mit Linearpalettenspeicher ausgestattet.

Das Unternehmen aus Chemnitz setzt auf verkettete Lösungen mit Einzelmaschinen. Die Verkettungen mit Palettensystemen sieht der Geschäftsführer als sinnvoll bei einer hohen Vielfalt von Werkstücken und Vorrichtungen an. „Der Vorteil besteht vor allem in der Flexibilität“, erklärt der Experte. „Es kann in bedienerfreien Zeiten ein großer Arbeitsvorrat verschiedenster Fertigungsaufgaben abgearbeitet werden.“ Der Anwender könne aber auch jederzeit neue Bearbeitungsaufgaben in die Anlage – in der Regel hauptzeitparallel – einlasten. Die Bearbeitung laufe auftragsbezogen ab und lasse sich mit einer Priori-tätensteuerung organisieren.

Verkettungen mit direktem Werkstückhandling sind sehr effektiv

Bei Großserien mit einer geringen Vielfalt an Werkstücken und Aufspannungen würden dagegen Verkettungen mit direktem Werkstückhandling dominieren. „Die Vorteile bestehen in der Einsparung von Kosten für Maschinenpaletten, Vorrichtungen und Produktionsfläche“, sagt Starrag-Heckert-Mann Schoppe. „Die Anlage wird sehr speziell auf die wenigen Bearbeitungsaufgaben ausgelegt. Sie ist daher relativ kostengünstig und hoch effektiv.“

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