Stichprobeninventur Salzgitter Flachstahl minimiert Inventuraufwand

Redakteur: Peter Königsreuther

Salzgitter Flachstahl erzeugt rund 4 Mio. Tonnen Rohstahl im Jahr. Aufwendige Vollinventuren in puncto Halb- und Fertigprodukte waren die Regel, bis Remira-Know-how das änderte.

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Die Stichprobeninventur mit Remira-Statcontrol hat bei Salzgitter Flachstahl die sehr aufwendige Vollinventur abgelöst. Hunderte von Mannstunden im Jahr werden damit eingespart.
Die Stichprobeninventur mit Remira-Statcontrol hat bei Salzgitter Flachstahl die sehr aufwendige Vollinventur abgelöst. Hunderte von Mannstunden im Jahr werden damit eingespart.
(Bild: Remira)

Vor Einführung der Stichprobeninventur waren jedes Jahr sieben Vollinventuren nötig, um die Salzgitter-Flachstahl-Erzeugnisse im Wert eines höheren dreistelligen Millionenbetrags (Bilanzwert IFRS) und vielen zehntausend Einzelstücke zu erfassen. Die Besonderheit des Unternehmens ist der durchlaufende Betrieb, der Unterbrechungen fürs Zählen kaum erlaubt. Das Ganze verlief auch noch mit recht veralteten Systemen ab. Vom Personalaufwand ganz zu schweigen, heißt es weiter. Doch vor einigen Jahren gaben damals beschäftigte Wirtschaftsprüfer den Tipp, sich die Möglichkeiten von Remira-Statcontrol einmal näher anzuschauen.

Aus sieben Vollinventuren werden vier Stichproben

Die Stichprobeninventur mit Remira-Statcontrol nutzt gesetzlich zulässige und getestete Verfahren der Statistik, um Vollinventuren durch sichere und zugleich günstigere Stichprobenverfahren zu senken. Statcontrol ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Alternative für Vollinventuren zugelassen, heißt es weiter. Die Voraussetzungen für den Einsatz sind eine hohe Bestandsqualität sowie eine zuverlässige Lagerbuchführung, merkt Remira an. Bereits kurz nach der Einführung konnten bei Salzgitter Flachstahl rund 450 Manntage pro Jahr eingespart werden, heute sind es über 500.

Aus sieben Vollinventuren wurden so vier Stichproben mit jeweils 30 Stücken. Einschränkungen in der Produktion würden seitdem vollständig vermieden. Auch die Dokumentation und Aufbereitung der Inventurdaten erfolge von nun an viel detaillierter, denn die aufzunehmenden Stücke werden unter anderem fotografiert.

Bestandssicherheit auf 100 Prozent gebracht

Es erfolgt eine vollständige Überleitung von der SAP-Bilanz (Vorratskonten des jeweiligen Produktes) zu den dazugehörigen Materialien, mit den Mengen und Einzelstücken – den SAP-Chargen. Eventuell könnten sogar die Inaugenscheinnahme vor Ort und das Fotografieren noch entfallen.

Die Bestandssicherheit bei Salzgitter Flachstahl im SAP/ERP ist mittlerweile bei 100 Prozent. Es dürfe keine Abweichungen oder Differenzen geben, denn im Unternehmen seien keine Inventurdifferenzbuchungen zulässig. Die Einzelstückverfolgung wird mithilfe von Materialverfolgungssystemen und Lagerverwaltungssystemen geleistet. Die Kommunikation zum führenden SAP/ERP erfolgt mit Schnittstellen in Echtzeit.

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